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Zwei Tote in Pkw in Ottakring gefunden: Österreicher wurde erschossen

In Ottakring wurden zwei Leichen gefunden - nun liegt die Obduktion vor
In Ottakring wurden zwei Leichen gefunden - nun liegt die Obduktion vor ©APA
Wie nach Vorliegen des Obduktionsergebnisses feststeht, sind die beiden Männer, die nach einer Handgranatenexplosion am Samstag in Wien-Ottakring gestorben sind, Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Ermittler schließen nunmehr einen Unfall aus. Die Leiche des österreichischen Staatsbürgers wies Schussverletzungen auf.
Obduktion verläuft schwierig
Obduktionsergebnis erwartet
Tote wurden identifiziert
Granate als Ursache vermutet
Explosion in Auto
Bilder aus Ottakring

Spektakuläre Wende im Fall der beiden toten Männer nach einer Handgranaten-Explosion in einem Auto in Wien-Ottakring: Die Obduktionsergebnisse der beiden am 11. Jänner 2014 in Wien-Ottakring ums Leben gekommenen Männer liegen vor. Einer der beiden starb durch Schüsse.

Was sich in der Nacht auf Samstag abgespielt hat, ist aber unklar. Auch Mord und Selbstmord wurde nach den jüngsten Entwicklungen nicht ausgeschlossen.

Tod durch Schüsse und Granate

Wie die Polizei am Dienstag bekanntgab, wurde bei der gerichtsmedizinischen Obduktion festgestellt, dass auf den 45-jährigen Oberösterreicher, der auf dem Fahrersitz saß, mehrmals geschossen worden ist und dieser infolge der schwerwiegenden Schussverletzungen ums Leben kam.

Der 57-jährige deutsche Staatsbürger auf dem Beifahrersitz starb dagegen durch die detonierte Granate, die im Beifahrerbereich des BMW gezündet wurde. Der Mann erlitt bei der Explosion zahlreiche schwere Verletzungen, die todesursächlich waren. An seinem Körper wurden keinerlei Schussverletzungen nachgewiesen.

Explosion in Ottakring: Obduktion schwierig

Die Spurensicherung gestaltet sich der Exekutive zufolge äußerst schwierig. Die Körper der beiden Verstorbenen wurden durch die Explosion schwer beeinträchtigt. Der Pkw wurde durch die Explosion stark beschädigt und durch Explosionsrückstände, vor allem “von Splitterteilen der Sprengladung und Gewebeteilen der Verstorbenen”, kontaminiert. Die Spurensuche und Auswertung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Eine Schusswaffe wurde bisher weder am Tatort noch in dem BMW entdeckt. “Es kann aber sein, dass wir sie noch finden”, sagte Sprecher Thomas Keiblinger.

War es Mord und Selbstmord?

Die Ermittler schlossen am Dienstag lediglich aus, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat. Ein Mord- und Selbstmordszenario sei ebenso denkbar wie ein Gewaltverbrechen durch weitere Täter. Die Polizei hatte allerdings keine näheren Spuren, dass andere Personen in die Tat involviert gewesen sind.

Bezüglich der im Fahrzeug aufgefundenen Kanister gibt es keine neuen Erkenntnisse. Deren kriminaltechnische Untersuchung wird noch einige Tage andauern. Auch die exakte Bestimmung des detonierten Sprengkörpers wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Gerüchte um Opfer aus Oberösterreich

Zu den Opfern wollte Keiblinger keine weiteren Angaben machen. Ebenso unbestätigt blieben Gerüchte, dass das österreichische Opfer Kontakte mit der Ostmafia gehabt haben soll.

In Mondsee (Bezirk Vöcklabruck) herrschte auch am Dienstag Fassungslosigkeit. “Allem Anschein nach dürfte es um krumme Sachen gegangen sein, mir war aber überhaupt nichts bekannt”, sagte Franz Vockner, SPÖ-Parteikollege des Ermordeten und Vizebürgermeister der 3.000-Seelen-Gemeinde, im Gespräch. In dem Wohnblock, in dem der 45-Jährige gelebt hatte, sei niemandem etwas Verdächtiges aufgefallen. Auch ihm gegenüber habe er nichts erwähnt, sagte Vockner. “Das ist uns alles unerklärlich.”

(apa/red)

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