10,9 Prozent Arbeitslosigkeit in Eurozone

Noch nie waren in den Euroländern so viele Menschen ohne Job: Im März hatten 17,36 Millionen Arbeitnehmer in den 17 Ländern mit der Gemeinschaftswährung keine Stelle. Das meldete die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg. Auch die Arbeitslosenquote erreichte mit 10,9 Prozent einen Höchstwert seit der Euro-Einführung.

Am schlimmsten ist die Situation derzeit im krisengeschüttelten Spanien. Das Land ist der traurige Rekordhalter mit einer Arbeitslosenquote von 24,1 Prozent. Auch in den anderen Schuldenstaaten im Süden Europas sieht es düster aus: Auf Platz zwei folgt das hoch verschuldete Griechenland mit 21,7 Prozent (nach Daten vom Jänner). In Portugal, das ebenso wie Griechenland mit Milliarden vor der Staatspleite gerettet wurde, beträgt die Quote 15,3 Prozent.

Wachstumspaket im Fokus

Als Gründe für den Abwärtstrend am Arbeitsmarkt gelten die marode Wirtschaft in Südeuropa, fehlende Strukturreformen und die hohe Staatsverschuldung. Die EU arbeitet bereits an Strategien, um das Wirtschaftswachstum in ganz Europa anzukurbeln. Beim EU-Gipfel im Juni wollen die Staats- und Regierungschefs über ein Wachstumsprogramm beraten.

Österreich hat weiterhin die niedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union und seinen Abstand gegenüber anderen Ländern noch ausgebaut. Die Quote verringerte sich auf 4,0 Prozent im März gegenüber 4,1 Prozent im Februar. Ebenfalls eher entspannt kann man die Lage in den Niederlanden (5,0 Prozent) und Luxemburg (5,2 Prozent) bezeichnen. Deutschland landete mit einer Quote von 5,6 Prozent auf Platz vier.

In allen 27 EU-Ländern waren 24,77 Millionen Menschen ohne Arbeit – der höchste Wert seit Beginn der EU-27-Statistik im Jahr 2000. Die Quote betrug wie bereits im Februar 10,2 Prozent.

 

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