Demo gegen US-Militäreinsatz in Syrien am Wiener Stephansplatz

Am Stephansplatz wurde am Freitag demonstriert.
Am Stephansplatz wurde am Freitag demonstriert. ©APA
Etwa 30 bis 40 Menschen nahmen am Freitagnachmittag bei teils strömendem Regen am Wiener Stephansplatz an einer Demo gegen US-Militäreinsatz in Syrien teil. Die Kundgebung  wurde von der "Antiimperialistischen Koalition" (AIK) organisiert, einer Gruppe, die sich dem Kampf gegen "den imperialistischen Kapitalismus" und dem Aufbau einer "selbstbestimmten Demokratie von unten" verschrieben hat.
Zur Situation in Syrien

Unterzeichnet hatten den Aufruf zur Kundgebung unter anderem auch Fritz Edlinger von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen, die Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete Muna Duzdar sowie Vertreter der KPÖ, der österreichischen Bischofskonferenz und verschiedener linker Gruppen.

Demonstration gegen Krieg in Syrien

“Kein Krieg in Syrien – Demokratie für das syrische Volk” stand auf einem Transparent, “Für die demokratische Volksbewegung – Nein zur ausländischen Intervention” auf einem anderen. In mehreren Reden wurde gegen einen “neokolonialen” europäischen oder amerikanischen Militäreinsatz in Syrien und für eine politische Lösung des Syrienkonflikts plädiert. Die Situation in Syrien habe sich in dem Maße verschlimmert, in dem sich “ausländische Mächte” – Großbritannien, Frankreich und die USA wurden ebenso genannt wie Saudi-Arabien, der Iran, Russland und China – eingemischt hätten. Ein möglicher Einsatz in Syrien wurde mit dem Irakkrieg verglichen, den die USA mit der angeblichen Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen begründet hatten, aber auch mit den Kriegen in Vietnam, Jugoslawien und Afghanistan.

AIK gegen US-Militäreinsatz

“Beide Seiten haben Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, und Krieg ist nie eine Lösung”, sagte Muna Duzdar. Wilhelm Langthaler von der AIK kritisierte, dass die österreichische Regierung sich in dieser Frage hinter die USA stelle und “überhaupt keinen Beitrag” leiste. Er forderte sie auf, eine “Vorreiterrolle bei einem Dialog zwischen beiden Seiten” zu spielen, der zu einem Waffenstillstand, einer Übergangsregierung und schließlich zu einer demokratischen Transformation Syriens führen solle. (APA)

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