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1 Jahr Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei

Ein Jahr Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei: 1.858 Festnahmen
Ein Jahr Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei: 1.858 Festnahmen ©VIENNA.AT
Seit einem Jahr, genau seit 1. November 2012, ist die Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei im Einsatz. Die Bilanz der Sondereinheit mit rund 120 Beamten: In den vergangenen zwölf Monaten wurden 1.858 Personen festgenommen, 8.148 Anzeigen ausgestellt und knapp 60.000 Identitätsfeststellungen durchgeführt.

“Eine Weltstadt wie Wien hat Bedarf an so einer Einheit”, sagte Oberstleutnant Manfred Ihle, Kommandant der Einheit im Gespräch mit der APA. Die Rückmeldung der Bevölkerung sei durchwegs positiv, die Polizisten, die alle uniformiert ihren Dienst versehen, leisten “sichtbare Präsenz” und stärken das “subjektive Sicherheitsgefühl”, resümierte der Kommandant. Der Großteil der aktuell rund 120 Beamten sind Jungpolizisten, die im Turnus jedes halbe Jahr wechseln, der zweite Austausch erfolgte erst diese Woche – rund 80 Beamte wurden ausgewechselt. Allerdings gibt es “mehr Bewerber, die bleiben wollen, als ich nehmen kann”, sagte Ihle. Die Polizisten seien alle “ganz toll motiviert”.

Die weitere Bilanz nach einem Jahr: Die Beamten stellten 4.781 Organmandate zu insgesamt 154.678 Euro aus, beschlagnahmten 1.029 Gegenstände – davon betrafen 534 Suchtgift – und führten 8.921 Alkovortests durch, von denen 144 positiv verliefen. 68 Personen wurde bis zum Stichtag am 27. Oktober der Führerschein entzogen, 5.160 Personen mit Waffenverbot und 4.117 mit Suchtgift-Informationen überprüft.

1.858 Festnahmen in Wien

Von den mehr als 8.100 Anzeigen betrafen 1.080 das Strafrecht, 3.733 waren verkehrspolizeiliche und 3.335 Verwaltungsanzeigen. Genau 59.462 Personen wurden überprüft, davon wurden 752 wegen gerichtlich strafbarer Handlungen festgenommen, nach 45 war mit nationalem bzw. internationalem Haftbefehl gefahndet worden. 807 Festnahmen lagen fremdenrechtliche und 299 verwaltungsrechtliche Bestimmungen zugrunde.

Die Einheit ist nicht an Bezirksgrenzen gebunden, bezirksübergreifende Streifen und Sonderaktionen zählen zu ihren Hauptaufgaben. Polizisten sind in den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Demonstrationen, Ordnungsdiensten und an Hotspots, beispielsweise in den Nächten am Wochenende, im Einsatz. Allein in den Öffis wurden so in den vergangenen zwölf Monaten 81.841 Mannstunden geleistet, sagte Ihle. Weiters gab es 243 Aktionen (18.660 Mannstunden) zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und 210 Sonderaktionen (11.714 Mannstunden) wie lokale Schwerpunkte, Unterstützung der Soko Ost oder die Suche nach abgängigen Kindern wie beispielsweise vergangene Woche im Tiergarten Schönbrunn.

Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei

Laut Ihle gab es auch einige Angriffe auf die Polizisten, aber “Verletzungen gehören eigentlich dazu”. Ihr Quartier hat die Bereitschaftseinheit am Josef-Holaubek-Platz am Alsergrund, im kommenden Frühjahr soll sie in die Rosauerkaserne übersiedeln.

Als einen der Höhepunkte im ersten Jahr bezeichnete Ihle den 29. Mai, hier gab es “innerhalb von 24 Stunden 27 Festnahmen”, so der Kommandant. Für einen Mann klickten die Handschellen aufgrund eines Haftbefehls wegen Suchtgifthandel, letztlich wurden damit 140 Fakten geklärt. Nach einer Verfolgungsjagd, beginnend bei der U-Bahn-Station Handelskai, wurde im Juni ein Mann festgenommen, der 66 Suchtgiftkugeln bei sich trug. Im Juli ging den Polizisten der Sondereinheit ein rumänischer Staatsbürger ins Netz, der seit 2009 in Österreich straffällig geworden ist und unter anderem wegen gewerbsmäßigen Diebstahl gesucht wurde, schilderte Ihle. Mitte Oktober klickten für eine Frau bei einer Fahrzeugüberprüfung die Handschellen, sie soll mit gewerbsmäßigem Diebstahl eine Schadenssumme über 50.000 Euro angerichtet haben.

(APA)

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