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„Unabomber“ im Friaul

Die friaulischen Ermittler warnen, dass der unbekannte Bombenbastler, der eine Sprengfalle in einem Seifenblasenbehälter versteckt hat, weitere Aktionen gegen Kinder planen könnte.

Ermittler warnen vor weiteren Sprengfallen.
Kinder in der „Schusslinie“ des Psychopaten – Zeitung setzt „Kopfgeld“ aus.

In einem Appell an die Bevölkerung in den Provinzen Pordenone, Treviso, Venedig und Udine forderten die Staatsanwälte die Bürger auf, die Ermittlern bei der Suche nach dem Täter zu unterstützen.

Der Bombenbastler, der laut den Ermittlern zwischen 30 und 50 Jahren alt und ein Chemie- und Waffenexperte sein könnte, hatte vor 40 Tagen eine Sprengfalle in ein Nutellaglas versteckt, das explodiert war, ohne jemanden zu verletzen. Am Montag Abend war der Seifenblasenbehälter in den Händen des fünfjährigen Claudio Cicalo explodiert. Der Bub wurde leicht verletzt. „Kinder sind nun in die Schusslinie des Psychopathen geraten“, betonten die Ermittler laut italienischen Medien.

Claudio, der so wie seine Mutter und seine Tante bei der Explosion an den Händen und am Bauch leicht verletzt worden war, konnte das Krankenhaus bereits verlassen. Der Supermarkt, in dem er die Seifenblasen gekauft hatte, bleibt vorläufig gesperrt. Mit Hilfe von Spürhunden suchen die Ermittler nach möglichen weiteren Sprengfallen. Alle Produkte in dem Supermarkt werden genau überprüft.

Die Tageszeitung „Libero“ setzte Kopfgeld von 50.000 Euro für diejenigen aus, die für die Festnahme des friaulischen „Unabombers“ entscheidende Informationen liefern. „Wir wollen einen Beitrag zur Suche eines Kriminellen leisten, der Friaul und Venetien seit Jahren terrorisiert“, betonte der Chefredakteur des rechtsorientierten Blatts.

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