„Der Kurtl geht in die Pensi“

Kurt Ostbahn, alter Ego von Willi Resetaris geht in den Ruhestand. Bei einer Pressekonferenz kündigte der Sänger „das nahe Ende, sprich die Pension“ an.

Doch 2003 hat das Original noch „offiziell“ zum „Jahr des Kurt Ostbahn“ ausgerufen. In den kommenden Monaten werden zahlreiche Tonträger produziert und Konzerte gespielt. „Es gibt eine Menge Textmaterial – und Ruhe wird erst sein, wenn wir olles vertont, arrangiert, aufg’nommen, veröffentlicht und dem Publikum näher gebracht hab’n.“

„Warum aufhören?“, stellte der Musiker anlässlich eines „Drei-Königs-Essens“ im Schutzhaus am Schafberg gleich selbst die wichtigste Frage. Und er blieb die Antwort nicht schuldig: „Das hat natürlich mit dem Abgang des Trainers zu tun. Günter Brödl ist ja am 10. Oktober 2000 zum Jesus hinaufgegangen. Er war der Erfinder des Kurt Ostbahn, vormals Ostbahn Kurti. Es hat da so eine chemische Reaktion zwischen dem Brödl und dem Resetarist geb’n. Wenn ein Teil fehlt, funktioniert des nimma.“

Der Entschluss ist endgültig: „Zu Silvester geht der Kurtl in die Pensi. Des gibt dem Willi die Möglichkeit, sich wieder anderen Dingen zu widmen.“ Nachsatz: „Aber das noch vorhandene Material muss raus!“ Daher kommt im April die erste CD mit bisher nicht veröffentlichten Texten und frisch eingespielter Musik in den Handel, im Juni folgt die zweite Platte. Nach einer Tournee soll ein Video, eine DVD und ein Live-Doppel-Album erscheinen. Ostbahn zur APA: „Wir woll’n viele neue Sachen ins Programm nehmen, damit die Mitschnitte net nur Aufg’wärmtes bieten.“

Für die Serie an Auftritten kommt es zu einer Reunion der legendären Chefpartie. Mit dieser Band und der Kombo gastiert Kurt Ostbahn u.a. bei Open Airs am 27.6. in Innsbruck, am 3.7. in Graz und am 13.7. in Bad Reichenhall. Als Höhepunkt gilt ein Heimspiel am 5.7. auf der Hohen Warte in Wien. „Wir werd’n früher beginnen und später aufhör’n“, versprach der Sänger. Karten für diese Abschiedsvorstellung sind ab sofort u.a. bei Ö-Ticket unter der Telefonnummer 01/96-096 erhältlich.

„Im Herbst zieh’n wir Resümee, wie unsere ungewöhnliche Veröffentlichungsstrategie angenommen wurde“, so Resetarits. Dann fällt der Entschluss, in welcher Form jene Raritäten das Licht der Welt erblicken, die in den Archiven der „Kurtologen“ schlummern. Eine Sammelerbox mit allen Alben und einer Bonusscheibe wäre zum Beispiel ein feines Weihnachtsgeschenk.

Endlich realisiert werden soll außerdem ein Film über das turbulente Leben des Ostbahn Kurti. „Es gibt sieben Drehbücher, darunter eine teure und eine Sparversion. Weil nix is’ fix, die Filmwirtschaft steckt in der Krise.“ Aber der Ostbahner hat schon ganz andere Hürden überwunden. Mit den traditionellen Krampusfesten findet das Rückzugsjahr seinen Ausklang, ein Showdown zu Silvester scheint nicht ausgeschlossen. „Naher wer’ ma sehr, sehr müde sein…“, sinnierte der Herr Kurtl, sang den Gästen ein paar Lieder und griff zum verdienten Bier.

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