„Vindobona“ lädt zum „Abbruchfest

Am kommenden Dienstag (31.5., ab 18 Uhr) lädt das Kabarettlokal „Vindobona“ am Wallensteinplatz in Wien-Brigittenau zum „Abschluss- und Abbruchfest“- ab Mittwoch wird umgebaut.

Am 1. Juni beginnt der Umbau, bei dem die bisherige Bühne vergrößert, eine zweite, kleinere Spielstätte errichtet und ebenerdig ein neuer, großzügiger Gastronomiebetrieb entstehen soll. Für den Umbau sind insgesamt 2,1 Mio. Euro kalkuliert, 1,35 Mio. sollen von der Gemeinde Wien kommen. „Ich hab noch immer nichts schriftlich“, sagt Vindobona-Chef Wolfgang Gratzl gegenüber der APA, „Ich gehe aber davon aus, dass wir das Geld kriegen.“


Die Konkurrenz hat dem Umbauvorhaben, von dem „nachhaltige Veränderungen in der Kulturlandschaft“ befürchtet werden, bereits einen wenig schmeichelhaften Namen gegeben: „Vindoplexx“. Der bisher 300 Plätze umfassende Saal wird durch einen neuen Balkon auf eine Besucher-Kapazität von 450 erweitert, das bisherige Restaurant wird zu einer neuen Bühne mit 150 Plätzen umgebaut, dazu kommt ein neues Pausenfoyer. Die Gastronomie wandert ins Erdgeschoss und soll durch Einbeziehung von zwei benachbarten Lokalen bedeutend vergrößert werden.


Verträgt die derzeitige Zuschauersituation des Kabaretts in Wien so viel Risiko? „Mit zwei Bühnen wird das Risiko eher verringert“, wendet Gratzl ein, „Im kleinen Saal erhält der wichtige Mittelbau der Kabarettszene (Mike Supancic, Thomas Maurer u.a., Anm.) endlich die Möglichkeit für lange Spielzeiten. Davon werden die anderen Häuser sicher auch profitieren.“ Hatte das „Vindobona“ bei 70- bis 80-prozentiger Auslastung bisher rund 70.000 Zuschauer im Jahr, benötigt Gratzl künftig rund 90.000 Besucher, um ausgeglichen zu bilanzieren.


Der Rohbau soll bis September abgeschlossen sein, die Wiedereröffnung ist für Anfang 2006 geplant. Als erstes wird der Große Saal wieder bespielt werden, bei den anderen Räumlichkeiten kann es noch ein paar Wochen länger dauern. Doch Gratzl ist nicht im Zeitnot: Ende September soll Adi Hirschals Wanderbühne „Lustspielhaus“ auf dem neu gestalteten Wallensteinplatz aufgestellt und mit einer Heizung winterfest gemacht werden. Gratzl: „Dort werden wir dann so lange spielen, bis unser neues Haus fertig ist.“

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