„Uaaaaa!!! Manga - Ästhetik einer Trashkultur

Was in Deutschland schon längst Kult ist, erreichte mit etwas Verspätung auch die österreichischen Fans: Mangas, Comics aus Japan. Wer am kulturellen Aspekt der Serien interessiert ist, kann bei einer Ausstellung im MAK mehr darüber erfahren.

„Uaaaaa!!! Manga. Zur Ästhetik einer Trashkultur“ gibt anhand von 56 Bildern Einblick in die ausgeklügelte Welt dieses medialen Phänomens (31. 8. bis 4. 12.). Filmstart des japanischen Fantasy-Animationsfilms „Das wandelnde Schloss“ von Hayao Miyazaki ist am 25. August.

Im Vordergrund der Schau im MAK-Kunstblättersaal steht die „visuelle Ästhetik der Mangas, die sich im Gegensatz zur linearen Erzählstruktur westlicher Comics einer intuitiv-bildhaften Zeichensprache bedienen“, wie es im Presstext zur Ausstellung heißt. In japanischer Tradition werden die schwarz-weiß gezeichneten Geschichten, die als Serien in Magazinform erscheinen, von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen. Die wöchentlich erscheinenden Hefte mit einem Umfang von 300 bis 400 Seiten werden in Millionenhöhe aufgelegt.

Mangas decken unterschiedlichste Themen ab, die für alle Altersgruppen spezifisch sind. Die MAK-Ausstellung spürt den grafischen Gestaltungskriterien der Manga-Kultur anhand von zwei Serien bekannter japanischer Manga-Künstler nach: „Derby Jockey“ (1999 – 2004), ein Sport-Manga von Tokihiko Ishiki, in dem sich ein junger Jockey an die Spitze des japanischen Pferderennsports kämpft, und „MARS“ (1996 – 2000), ein Mädchen-Manga von Fuyumi Soryo, in dem sich alles um familiäre Konflikte und die erste Liebe dreht.

Insgesamt werden 56 Einzelbilder und ausgewählte Folgen der Serie in Form vergrößerter Poster präsentiert. Anhand von acht Themenblöcken („Eye-Catcher“, „Cover“, „How to read a Manga“, „Filmische Abfolge“, „Zoom“, „Action“, „Realismus“ und „Emotionen“) werden visuelle Elemente heraus gearbeitet. Zusätzlich werden für Besucher rund 400 Manga-Hefte aufgelegt.

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