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„Rammbock-Bande“ ab Montag vor Gericht

Ab Montag muss sich die so genannte Rammbock-Bande im Straflandesgericht verantworten, die am 1. Februar in der Wiener Innenstadt mit einem spektakulären Einbruch für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Täter brachen am frühen Morgen mit einem gestohlenen Transporter, auf dem Lkw-Reifen montiert waren, die Eingangstür und Auslage des in der Kärntner Straße etablierten Juweliers „Wagner“ auf und erbeuteten binnen weniger Minuten Schmuck und Uhren im Wert von rund einer Million Euro.

Staatsanwalt Josef Redl hat in diesem Zusammenhang gegen fünf Serben im Alter zwischen 32 und 44 Jahren Anklage wegen gewerbsmäßigen schweren Diebstahls erhoben. Er stellt die Männer in seiner zwölfseitigen Anklageschrift als international tätige Tätergruppe dar, verweist auf einschlägige Vorstrafen in Deutschland, der Schweiz und Monaco. In Wien und Niederösterreich sollen sie mehrere Wohnungen angemietet haben, um ihre Coups – die Anklage geht von insgesamt zehn aus – vorzubereiten. Das Strafverfahren ist bis Ende November anberaumt.

Angeklagte streiten alles ab

Es dürfte allerdings ein eher „stiller Prozess“ werden, wie am Freitag von der prominenten Verteidigerriege zu erfahren war. Demnach wollen die fünf Angeklagten – gegen drei weitere Verdächtige wird separat verhandelt, weil die Anklagebehörde in ihnen nur Randfiguren sieht – lediglich Auskunft zu ihren persönlichen Daten geben. Zu den ihnen angelasteten Fakten, die sie allesamt abstreiten, werden sie sich nicht äußern.

„Mein Mandant steht auf dem Standpunkt, dass ihm der Staatsanwalt die Schuld nachweisen muss. Das Gesetz verpflichtet ihn nicht, an der Beweisführung mitzuwirken“, bemerkte Verteidiger Rudolf Mayer. Seine Kollegen Werner Tomanek und Alexander Philipp planen dieselbe Strategie. „Meiner wird höchstens sagen, wie er heißt und wie alt er ist“, kündigte letzterer an.

Belastet werden die Angeklagten vor allem von umfangreichen Telefonüberwachungsprotokollen. In einem Fall gibt es auch ein DNA-Gutachten, das sich als „Trumpf“ der Anklage herausstellen könnte.

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