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„Dayton Zwei wäre verheerend"

Der Präsident des bosnisch-serbischen Landesteils (Republika Srpska), Dragan Cavic, hat am Montag vor einer Abänderung des Dayton-Friedensabkommens aus dem Jahr 1995 gewarnt.

Es soll die Bildung gesamtstaatlicher Institutionen von den bosnischen Serben behindert werden. „Sollen wir keinen aktiven Beitrag zur staatlichen Funktionsfähigkeit Bosnien-Herzegowinas leisten und die institutionelle Substanz der Republika Srpska wahren, könnten wir selbst eine Situation herbeiführen, die für die Zukunft der Serbischen Republik katastrophal wäre”, erklärte Cavic in einem Gespräch mit der Belgrader Tageszeitung „Vecernje novosti”. Auf der Suche nach den Wegen, die Substanz aller Institutionen der Republika Srpska zu wahren, stünden die bosnischen Serben Initiativen von „verschiedenen einflussreichen Weltadressen” zur Abänderung des Dayton-Friedensabkommens entgegen, unterstrich Cavic

„Diese behaupten, dass Bosnien-Herzegowina nicht funktionsfähig ist und dass die Serben bzw. die Serbische Republik den größten Widerstand gegen seine Funktionsfähigkeit leisten. Es dürfte vorkommen, dass solche Initiativen neue Konferenzen, gar ein ’Dayton Zwei’, zum Ergebnis haben würden, das für uns verheerend wäre”, sagte Cavic. Er schloss auch den Verlust des Namens „Republika Srpska” in einem solchen Fall nicht aus.

Cavic spielte offenbar auf den jüngsten Vorschlag einer Berliner „Denkfabrik” an, der die völlige Abschaffung der beiden bosnischen Gebietseinheiten Republika Srpska und bosniakisch-kroatische Föderation an. Die Republika Srpska solle in Hinkunft nur noch einer von zwölf „Kantonen” Bosnien-Herzegowinas sein. Die Warnung des Präsidenten des bosnisch-serbischen Landesteils erfolgte angesichts der Widerstände gegen die Bildung von gesamtstaatlichen Polizeikräften, die mit den Ordnungshütern in beiden Landesteilen – der bosniakisch-kroatischen Föderation und der Republika Srpska – eng kooperieren würden.

Der Hohe Bosnien-Repräsentant Paddy Ashdown hatte Anfang des Jahres für heuer auf eine Reihe vorrangiger Aufgaben in Bosnien-Herzegowina hingewiesen, die zur weiteren Annäherung an die EU und die Aufnahme in die NATO-Friedenspartnerschaft nötig seien. Eine davon ist auch die Vereinheitlichung der Polizeikräfte auf der Staatsebene. Im Vorjahr wurde bereits ein einheitliches Militärkommandosystem gebildet.

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