„Das ist der Djihad in Wien“

Passanten kommentierten den vereitelten Anschlag auf die US-Botschaft am Montag mit Unbehagen.

Wien (APA) – „Das ist der Djihad (Heilige Krieg Anm.) in Wien“, lautete der trockene Kommentar eines Passanten zu dem Sprengstoffvorfall am Montag in Wien-Alsergrund. Ein Großeinsatz mit Polizeihunden, Entminungsdienst, Rettung und Feuerwehr sorgte in der sonst so ruhigen Pfluggasse für Aufsehen. „Gut, dass niemand verletzt worden ist, aber bei uns geht es schon ziemlich zu“, erklärte eine erleichterte Anrainerin. 
 
Bis in die Abendstunden blieb die Seitengasse abgeriegelt, die Zahl der Schaulustigen hielt sich dennoch in Grenzen. Nur vereinzelte Fußgänger beobachteten die Einsatzkräfte, der Großteil spazierte an den Absperrungen vorüber. Größer war das Interesse der Anrainer, die aus ihren Fenstern spähten. 
 
„Wir wurden immer wieder weggeschickt“, so ein Bewohner der angrenzenden Bindergasse. Er habe daher auch nicht viel gesehen und nur zwei Schüsse gehört, mit denen der verdächtige Rucksack geöffnet wurde. Danach durften die Anrainer wieder aus ihren Wohnungen bzw. in Teile der gesperrten Straßen. Er finde das ganze sehr interessant, meinte der 48-Jährige, der sich etwa alle 15 Minuten an der Absperrung blicken ließ. Angst habe er jedoch keine. 
(Schluss) mau/zö/gu 

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