„Bullen“ gegen Rapid unter Druck

Am Dienstag trifft Red Bull Salzburg auf Rekordmeister Rapid Wien. Unter Erfolgsdruck stehen dabei vor allem die viertplatzierten Salzburger. Trainer Trapattoni attackiert vor dem Spiel Medien und Kritiker.

Trainer Trapattoni konnte im Rahmen einer Pressekonferenz keine Erklärung für die schwachen Leistungen seiner Elf bringen. Dafür attackierte er die Medien und meinte, dass die Gegner auch in den Redaktionen säßen. Dabei sei er schon Trainer gewesen als viele Kritiker noch zur Schule gegangen seien.

Aber auch Rapid steht unter Druck. Den Wienern fehlen fünf Punkte auf den Tabellenführenden. Sowohl die Bullen als auch Rapid dürfen sich bei Schlusslicht Wacker Innsbruck bedanken, dass die Violetten am Sonntag in Innsbruck mit dem 0:2 keinen Zähler mitgenommen haben und damit der Rückstand nicht größer geworden ist. Peter Pacult war vom 0:2 des Meisters in Ried überrascht, weil er eigentlich geglaubt hatte, dass die Salzburger davor mit dem 4:1-Heimsieg über Sturm Graz die Wende herbeigeführt hätten. „Aber scheinbar haben sie weiter Probleme, sie werden personell die eine oder ander Änderung vornehmen“, meinte der Rapid-Coach.

Dass die in den jüngsten vier Runden (drei Punkte) nur einmal siegreichen (4:1 gegen Sturm Graz) Gastgeber daheim (7 Siege, 0 Remis, 1 Niederlage/0:1 Austria) und auswärts (0-4-4) zwei verschiedene Gesichter zeigen, ist allgemein bekannt. Die Rapidler schauen aber ohnehin weniger auf den Gegner und die Statistik, sondern viel mehr auf sich. „Wir haben zuletzt auch auswärts schon besser gespielt. Die Spieler sind viel frischer und setzen die Vorgaben um“, betonte Pacult.

Auch der schwächelnde Meister kämpft vor allem mit sich selbst. Giovanni Trapattoni verteidigt seine Mannen aber weiterhin. „Die Spieler müssen nicht für mich, sondern für sich und den Verein spielen, das ist wichtig“, sagte der immer mehr in die Kritik geratene 68-Jährige, von dem erwartet wird, dass er seine Elf für die Rapid-Partie verändern wird. Sportdirektor Heinz Hochhauser urgiert mehr „körperbetontes Spiel“ und meinte: „Ich erwarte endlich eine Reaktion, auch vom Trainerteam.“

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