Zwei Wiener Schlepper in Bayern ertappt

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2.500 Euro sollen die Kosovaren für das Schleppen nach Österreich gezahlt haben.
2.500 Euro sollen die Kosovaren für das Schleppen nach Österreich gezahlt haben. - © APA/LPD NÖ (Sujet)
Zwei mutmaßliche Schlepper aus Österreich sind gestern, Donnerstag, in Piding (Bayern) von deutschen Bundespolizisten festgenommen worden. Der 39-jährige Wiener und sein 22-jähriger Sohn wurden laut Polizei in Untersuchungshaft genommen. Sie werden beschuldigt, drei kosovarische Staatsangehörige von Österreich nach Deutschland geschleust zu haben.

Die Polizisten fanden in dem Wagen der Beschuldigten eine als Taschenlampe getarnten Elektroschocker und eine Stahlrute, informierte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim in einer Aussendung. Der 39-Jährige habe erklärt, dass er die drei Kosovaren zufällig am Straßenrand getroffen habe. Da diese nach Frankreich und in die Schweiz gewollt hätten und er selbst ohnehin nach Holland zu einem Verwandtenbesuch unterwegs gewesen sei, habe er die beiden Männer und die Frau mitgenommen. Geld habe er keines verlangt, sagte der arbeitslose Friseur.

Geschleuste sollen 2.500 Euro gezahlt haben um nach Österreich zu kommen

Der Verdächtige und sein Sohn wurden in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht. Die drei Kosovaren haben bei der Kontrolle durch Zollbeamte keine Papiere vorzeigen können, so die Polizei. “Die Geschleusten gaben an, vom Heimatland bis nach Österreich jeweils 2.500 Euro an Schleuser gezahlt zu haben. Von dort aus habe sie der gebürtige Serbe an einer Tankstelle mitgenommen.”

Laut einem Sprecher der Bundespolizeidirektion München ist die Zahl der unerlaubt Eingereisten nach Bayern in den vergangenen zwei Tagen “enorm gestiegen”. Es habe sich um mehr als 700 Personen gehandelt. Die Hälfte davon komme aus den Balkanstaaten, die andere Hälfte aus Syrien und Afrika.

(apa/red)

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