Zwei aus zwei: Rapid gewinnt auch bei Dinamo Minsk

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Kapitän Steffen Hofmann gelang in Borisow das Goldtor.
Kapitän Steffen Hofmann gelang in Borisow das Goldtor. - © APA/Georg Hochmuth
Rapid Wien gewinnt gegen Dinamo Minsk knapp mit 1:0 und setzt sich durch den zweiten Sieg im zweiten Europa-League-Vorrundenspiel an die Spitze der Gruppe E.

Rapid hat in der Europa League auch das zweite Gruppenspiel gewonnen. Die Hütteldorfer setzten sich am Donnerstagabend in Borisow gegen Dinamo Minsk verdient 1:0 (0:0) durch und übernahmen damit auch die Tabellenführung in der Gruppe E. Für die Entscheidung sorgte Kapitän Steffen Hofmann (54.), der auch schon beim 2:1-Heimsieg gegen Villarreal getroffen hatte.

Rapid hält als einziges Team bei sechs Punkten, Villarreal und Viktoria Pilsen haben drei Zähler auf dem Konto. Die Spanier entschieden das direkte Duell mit den Tschechen vor eigenem Publikum mit 1:0 für sich. Minsk ist noch punktlos. Die nächsten Schritte auf dem Weg zum erstmaligen Aufstieg ins Sechzehntelfinale können die Wiener gegen Pilsen machen, am 22. Oktober (21:05 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) steht das Heimspiel auf dem Programm, am 5. November (19:00 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) folgt gleich die Auswärtspartie.

Dank Hofmann durften sich die Rapidler über den ersten Auswärtssieg in der Europa-League-Gruppenphase seit dem 2:0 gegen ZSKA Sofia im Oktober 2010 freuen, in der aktuellen Europacupsaison sind sie damit in der Fremde weiter ohne Niederlage. Das freute auch die 500 mitgereisten Rapid-Anhänger, die im Stadion für tolle Stimmung sorgten.

Schaub musste wieder verletzt raus

Bei den Rapidlern wurde Louis Schaub überraschend rechtzeitig fit, der Mittelfeldspieler, der vor acht Tagen noch im Cupduell mit dem Regionalligisten Amstetten mit einer Knöchelverletzung vom Platz getragen worden war, stand auch in der Startformation. Kurz vor dem Pausenpfiff überknöchelte der 20-Jährige aber und musste für Philipp Schobesberger Platz machen.

Schlusspfiff – drei Punkte für uns, jawohl! Auswärtssieg!!

Posted by SK Rapid Wien on Donnerstag, 1. Oktober 2015

Die erste Hälfte hatte extrem wenig zu bieten. Die zweikampfstarken Weißrussen standen erwartungsgemäß sehr defensiv, den Hütteldorfern fiel trotz deutlich höherem Ballbesitz wenig ein, um den Abwehrriegel der Hausherren zu knacken. Nur zweimal kamen sie der Führung sehr nahe. Florian Kainz tankte sich gut durch, sein Abschluss war aber nicht präzise genug (22.). Kurz vor der Pause setzte Matej Jelić den Ball nach Kainz-Hereingabe aus drei Metern am kurzen Eck an die Stange (41.).

Die Weißrussen waren nur einmal brandgefährlich. Fatos Bećiraj entwischte Rapids Abwehrchef Mario Sonnleitner, schoss aber aus rund zehn Metern am langen Eck vorbei (26.).

Rapid verpasste Vorentscheidung

Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierten sich die Wiener von einer besseren Seite, Jelić blieb vorerst aber noch nach einer Pavelić-Hereingabe im Abschluss glücklos (50.). Deshalb musste es einmal mehr Hofmann richten. Nach schöner Kombination über Kainz, Stefan Stangl und Stefan Schwab traf der Routinier wuchtig und überlegt aus 20 Metern genau ins Eck. Da Jelić (58.) und Kainz (71.) Chancen auf die Vorentscheidung ausließen, blieb es bis zuletzt spannend. Auch da der weißrussische Vizemeister voll riskierte. Die Belohnung dafür blieb aber aus, weil bei einem Schuss von Chigozie Udoji (74.) die Stange rettete.

Minsk schaffte damit auch im vierten eigenen Europa-League-Gruppenheimspiel keinen Torerfolg, die Serie ohne Pflichtspielsieg stieg auf mittlerweile acht Partien. Im ersten Spiel war die Mannschaft von Trainer Vuk Rašović, die im Playoff Salzburg ausgeschaltet hatte, auswärts Pilsen klar mit 0:2 unterlegen.

(APA, Red.)

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