Zu Tisch mit Lena

Zu Tisch mit Lena
Bei Caffè Latte und Crème brûlée erzählte uns das Fräuleinwunder von nächtlichem Heißhunger auf Schokolade, warum sie unbedingt Matura machen wollte und welchen Star sie selbst toll findet.

Am Anfang steht eine schwierige Entscheidung: “Lieber Crème brûlée mit Erdbeerminzsalat und Zitronensorbet oder Himbeermoussesorbet mit Pfirsich und Amarettogelee? Und was ist Amaretto schnell noch mal?”

Das neue deutsche Fräuleinwunder

Lena Meyer-Landrut sieht von der Dessertkarte auf und blinzelt uns ratsuchend gegen die Sonne an. In der Früh hat sie vor Mikrofon-Bergen und im Blitzlicht der Fotografen eine Pressekonferenz abgehalten, um ihr Debütalbum “My Cassette Player” zu bewerben. Jetzt haben wir es ihr am späten Mittag im lauschigen Innenhof des Wiener Hotel Triest bestmöglich bequem gemacht: Ein ruhiger Tisch in der Ecke soll es sein. Ein bisschen Grün rundherum ist auch gut. Und einen Sonnenschirm haben wir mit vereinten Kräften extra für sie aufgestellt.

Das neue deutsche Fräuleinwunder, das uns im biederen Blümchenrock mit seitlich gebundener Schleife, einem schlichten schwarzen Top und mit zurückgesteckten Haaren gegenübersitzt, soll in der Juli-Hitze nicht ungeschützt schwitzen müssen. Ehrensache, dass wir da auch noch gern kulinarisch Auskunft erteilen: Amaretto ist ein Mandellikör. Aber die Entscheidung steht trotzdem noch aus. “Hm. Und wenn ich den Amaretto einfach weglasse?”

Einfach nur noch Lena!

Mit einer anderen Entscheidung hat sich die Deutsche leichter getan. Lena, einfach Lena nennt sich die 19 Jährige als Sängerin nur noch. Das sperrige Meyer-Landrut lässt sie einfach weg. Und deutet damit bereits an, wo ihre Reise hingehen soll: Lena, das klingt wie Sting, wie Madonna, wie Bono. Ein Gütezeichen, unverwechselbar und einzigartig. Aber all das ist sie ohnehin längst. Wer Lena nicht kennt, muss die vergangenen zwei Monate wohl im Dauerschlaf oder auf einem anderen Planeten verbracht haben. In der Castingshow “Unser Star für Oslo” hatte TV-Tausendsassa Stefan Raab sie zur Siegerin gekürt. Mit ihrem Song “Satellite” gewann sie dann überlegen den Eurovision Song Contest. In ganz Europa fliegen ihr die Herzen nur so zu. Und Deutschland ist sowieso im Ausnahmezustand: kollektive Verzückung und schweres Lena-Fieber.

Minister- und jetziger Bundespräsident Christian Wulff empfing sie am Flughafen von Hannover, ihrer Heimatstadt. Mit Raab schwenkte sie vor tausenden Fans die deutsche Flagge. Aber das erleichtert jetzt nicht die Entscheidung, was sie essen will. Es wird schließlich die Crème brûlée. Uns schwatzt sie dafür einen Schokokuchen auf. “Musst du probieren! Als ich gestern Abend von den Interviews aus Paris in Wien angekommen bin, hatte ich solchen Heißhunger, da habe ich mir den noch aufs Zimmer kommen lassen. Kaum sticht man in den Kuchen, quillt die Schokolade nur so raus. Geil!”

“Ich stehe immer unter Strom!”

Munter wechseln wir die Gesprächsthemen. Von ihrem neuen Ring, den sie in einer Boutique in Paris gekauft hat (bunt, in Form eines Mascherls, aus Plastik) bis zum Animationsfilm “Sammys Abenteuer” über zwei Schildkröten, von denen sie eine synchronisieren durfte. Wie es ihr denn dabei erging, die sich überschlagenden Ereignisse der letzten Monate zu verarbeiten? “Danke, ich bin eigentlich ziemlich ausgeglichen?, sagt sie und sieht einen dabei mit zusammengekniffenen Augen, in die Luft gerecktem Kinn und verschmitztem Lächeln an. “Zwischen all den Terminen habe ich immer wieder ein paar Tage frei, das tut mir irrsinnig gut. Weil ich dann nicht die ganze Zeit so unter Strom stehe.”

Das gesamte Zu Tisch mit … lesen Sie im Seitenblicke Magazin 27/10!

(seitenblicke.at/foto: erich reismann)

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