Zahl der Asylanträge in Österreich steigt: Bereits mehr als 17.000 Entscheidungen

Im ersten Halbjahr wurden mehr als 17.000 Asylentscheidungen getroffen.
Im ersten Halbjahr wurden mehr als 17.000 Asylentscheidungen getroffen. - © APA (Sujet)
In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2015 bereits mehr als 17.000 Asylentscheidungen getroffen. Im gesamten Vorjahr waren es knapp 18.000.

Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) hat nach eigenen Angaben von Jänner bis Ende Juni 17.472 Asylentscheidungen gefällt, im gesamten Vorjahr waren es 18.196. In 34 Prozent der Fälle wurde Asyl gewährt. Im gesamten Jahr 2014 waren 39 Prozent der Asylanträge positiv beschieden worden.

In diesen 17.472 Entscheidungen sind auch 3.956 sogenannte Dublin-Entscheidungen enthalten, das heißt, ob ein anderer Staat für die Prüfung auf internationalen Schutz zuständig ist. Das sind bereits um 17 Prozent mehr Dublin-Entscheidungen als im gesamten Jahr 2014.

Zahl der Asylanträge steigt ebenfalls

Die Zahl der Asylanträge ist im ersten Halbjahr auf 28.311 gestiegen. Das sind bereits mehr als im ganzen Jahr 2014, in dem insgesamt 28.027 Personen in Österreich um Asyl angesucht haben.

Das BFA hat nicht nur die Zahl seiner Asylentscheidungen im ersten Halbjahr 2015 gesteigert, sondern auch jene nach dem Fremdenrecht. So gab es um drei Prozent mehr aufenthaltsbeendende Entscheidungen als im vierten Quartal des Vorjahres. Insgesamt erfolgten in den Monaten Jänner bis Ende Juni 4.164 Außerlandesbringungen, davon 1.745 zwangsweise (1.017 Abschiebungen und 728 Dublin-Überstellungen) und 2.419 freiwillige Ausreisen. Damit erfolgten fast so viele Außerlandesbringungen wie im gesamten Jahr 2014 (5.966).

Insgesamt hat das BFA im ersten Halbjahr 41.095 Entscheidungen getroffen (im ganzen Jahr 2014: 64.477), davon 21.198 im Bereich des Fremdenrechts und 19.897 im Asylbereich (dazu zählen auch Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen und Verlängerungen für subsidiär Schutzberechtigte).

(APA/Red)

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