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6. September 2012 16:24; Akt.: 6.09.2012 16:24

World Press Photo 12 im Wiener WestLicht: Weltereignisse in imposanten Pressebildern

Das World Press Photo des Jahres 2011, ab 7. September 2012 bei der Ausstellung im Westlicht Das World Press Photo des Jahres 2011, ab 7. September 2012 bei der Ausstellung im Westlicht - © Samuel Aranda, Spanien, für The New York Times
Auch heuer gastiert in Wien wieder jene beeindruckende Ausstellung, die den besten Pressebildern der Welt gewidmet ist: die “World Press Photo”. Politisch bedeutsame Ereignisse, Naturkatastrophen, Gewalt und menschliches Leid sind hier aus dem Blickwinkel von 57 internationalen Fotografen zu sehen, deren preisgekrönte Bilder von 7. September bis 21. Oktober im WestLicht ausgestellt sind.

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Authentisch, ästhetisch, verstörend und imposant sind nur ein paar der Attribute, die sich den im Rahmen der World Press Photo 12 im WestLicht ausgestellten Fotografien zuordnen lassen – diese zeigen etwa eine Menge wütender Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, die Leiche des Muammar Gaddafi auf einer blutbefleckten Matratze und eine unter Schutt versunkene japanische Landschaft.

Schonungslos: Die World Press Photo 12

Die jährliche Ausstellung der besten Pressefotos ist ab dem 7. September 2012 bereits zum elften Mal in Folge in der Wiener Fotogalerie WestLicht zu sehen und ist intensiver denn je von Gewalt, Leid und Naturkatastrophen geprägt. Die gekürten und im Rahmen der World Press Photo gezeigten Bilder von insgesamt 57 Teilnehmern aus 25 Ländern geben einen schonungslosen Einblick in die Weltereignisse des letzten Jahres.

Eine junge Frau weint inmitten von Trümmern, die sich bis in den Hintergrund türmen, auf einem großflächigen schwarz-weiß Bild ragt ein Tankschiff gewaltig aus einem Schutthaufen hervor. So zeigt u.a. die Fotoserie der Fotografen David Guttenfelder und Paolo Pellegrin eindrucksvoll das unsägliche Leid des Verlustes und die gnadenlose Zerstörung nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami in Japan. Die Bilder von Remi Ochlik zeugen von einem erbitterten Kampf zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Libyen. Auf den zum Teil unscharfen Bildern sieht man Männer, die bereit sind bis zum Letzten zu gehen und für ihre Freiheit alles zu geben.

Von menschlichen Tragödien und Hochglanzästhetik

“Der Tsunami in Japan und der Arabische Frühling dominieren stark die Tragödien und Bewegungen des Jahres 2011″, sagte Chefkuratorin Rebekka Reuter bei der heutigen Präsentation der Fotografien. Doch die Ausstellung bietet auch Raum für schönere und weniger bedrückende Bilder. So zeigen die Fotos des Franzosen Vincent Boisont ein Model der neunten Fashion Week in Dakar, das sich farbenfroh in einer Schneiderei posiert. Im Hintergrund, so verweist Paul Ruseler, der als Projektmanager die Ausstellung im WestLicht miteröffnete, sehe man “viele religiöse Symbole, die einen herrlichen Kontrast zwischen dem Modernen und dem Traditionellen im Senegal verdeutlichen”.

Zum besten Pressefoto des Jahres wurde ein Bild des spanischen Fotografen Samuel Aranada gekürt. Seine Aufnahme zeigt eine Mutter, die ihren verwundeten Sohn im Arm hält. Das Foto entstand am 15. Oktober 2011 in einer Moschee in Sanaa, Jemen, die als Feldlazarett für verwundete Demonstranten im Kampf gegen die Herrschaft von Präsident Ali Abdullah Saleh diente. Eine leidende Mutter, die mit ihrem Sohn bange, stelle eine andere Seite des Arabischen Frühlings dar, dessen Bild sonst eher von aufgebrachten Demonstranten und gegenwärtiger Gewalt geprägt seien, so Ruseler.

Millionen Besucher sehen die Wanderausstellung

Aus den 101.254 Bildern, die 5.247 Fotografen und Fotografinnen einsendeten, vergab die Jury in insgesamt neun Themenkategorien Preise. Jährlich sehen 2,5 Millionen Besucher in 45 Ländern die World-Press-Photo-Wanderausstellung. Im vergangenen Jahr sahen 18.000 Besucher die Ausstellung im WestLicht. Heuer ist es erstmals möglich, sich per World-Press-Photo-App Zusatz- und Hintergrundinformationen zu den Bildern und Fotografen zu verschaffen.

“World Press Photo 12″
vom 7. September bis 21. Oktober, täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags von 11 bis 21 Uhr
Fotomuseum WestLicht
Westbahnstraße 40, 1070 Wien

(apa/red)



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