“Woman of the Year”-Awards im Wiener Rathaus

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Sir Roger Moore bei der Pressekonferenz zur "Women of the Year".
Sir Roger Moore bei der Pressekonferenz zur "Women of the Year". - © APA
Eigentlich sollten die Leistungen prominenter Frauen und Charity das Thema bei den “Women of the Year”-Awards sein, doch Sir Roger Moore, britischer Schauspieler und Unicef-Botschafter, schaffte es im Alter von 88 Jahren, die Damen bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Überreichung der Awards in den Schatten zu stellen.

Der Reinerlös der Gala am Dienstagabend im Wiener Rathaus, in deren Rahmen die Auszeichnungen in mehreren Kategorien vergeben werden, geht nämlich an Unicef Österreich und fließt in Projekte für syrische Flüchtlingskinder. Unter den Preisträgerinnen sind Auma Obama, Schwester des US-Präsidenten, Farah Diba Pahlavi, die letzte Kaiserin von Persien, die vor dreieinhalb Monaten schwer verunglückte Tiroler Stabhochspringerin Kira Grünberg, Katherine Schwarzenegger, US-Autorin mit steirischen Wurzeln, und Kristina Tholstrup, Ehefrau von Roger Moore. “Die weibliche Energie ist meistens eine positive”, meinte Uschi Pöttler-Fellner, Gründerin und Herausgeberin mehrerer Frauenzeitschriften, die den “Look! Women of the Year Award” ins Leben gerufen hat.

“Strong Woman Award” für Lady Moore

Für Lady Moore kam die Zuerkennung des “Strong Women Award” so überraschend, dass sie vor lauter Aufregung nicht zur Pressekonferenz erschien. “Sie hat gesagt: ‘Geh Du da für mich hin'”, sagte Roger Moore, der sich eingangs – nachdem sich das Blitzlichtgewitter gelegt hatte – für seine kaum vorhandenen Sprachkenntnisse entschuldigt hatte: “Ich kann keine Deutsch.” Als Grund dafür nannte er Bequemlichkeit. “I am too lazy”, meinte der frühere und bis heute längst dienende James-Bond-Darsteller.

Der Schauspieler, der sich seit 2003 “Sir” nennen darf, ist seit 25 Jahren – damals von Schauspielerin Audrey Hepburn angeworben – Unicef-Botschafter setzt sich für Fundraising und Bewusstseinsbildung ein. Früher sei er dafür noch mehr unterwegs gewesen, sagte der 88-Jährige, zuletzt habe er sich in Großbritannien für die Unterstützung syrischer Flüchtlinge eingesetzt.

“Women of the Year”-Awards in Wien

Syrischstämmig ist das österreichische Top-Model Alisar Ailabouni. Die junge Frau lebt nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren in New York und hat Kindheitsvorstellungen, dass sie als Erwachsene wieder in Syrien sein würde, wegen des vor mehr als vier Jahren ausgebrochenen Syrienkriegs ad acta legen müssen. Ihre Angehörigen leben auf der Welt verstreut, sagte Alisar Ailabouni.

Arnold Schwarzeneggers älteste Tochter Katherine Schwarzenegger (25) zeigte sich überrascht darüber, dass sie als Autorin eines Buchs Anerkennung findet, das sie bereits vor fünf Jahren geschrieben hat. “Rock What You’ve Got” beschäftigt sich mit äußerer Schönheit und inneren Werten. Ihr sei es ein Anliegen, auf das speziell in Hollywood ausgeprägte, völlig unrealistische Bild des Körpers hinzuweisen.

Kira Grünberg, seit ihrem Trainingsunfall gelähmt, saß am Vormittag noch in einem Flugzeug nach Wien. Sie sei “mental unfassbar stark”, sagte ihr Manager Tom Herzog. Kira habe unmittelbar nach ihrem Unfall gewusst, dass sie querschnittgelähmt bleiben würde und noch an Ort und Stelle Anweisungen gegeben, wer nun anzurufen sei. Der 22-Jährigen gehe es mittlerweile besser als die Ärzte ursprünglich erwartet hatten, sagte ihr Manager.

(apa/red)

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