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Wohnkosten: 60 Prozent der Wiener Mieter leben in geförderten Wohnungen

In Wien leben 60 Prozent der Mieter in geförderten und kommunalen Wohnungen.
In Wien leben 60 Prozent der Mieter in geförderten und kommunalen Wohnungen. ©Pixabay
Wie steht es tatsächlich um den Wohnungsmarkt in der Stadt? In Wien leben 60 Prozent der Mieter in geförderten und kommunalen Wohnungen, erinnerte der Sprecher des Wiener Wohnbaustadtrats Michael Ludwig, Hanno Csisinko.
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Damit reagierte er auf eine Analyse des Immobilienportals ImmobilienScout24 und des Marktforschers GfK, wonach Wohnen in Wien – gemessen am verfügbaren Haushaltseinkommen – teurer ist als in München, Hamburg und Berlin.

In der Analyse sei zum einen nur der private Wohnungsmarkt abgebildet, zum anderen gehe es lediglich um die Angebotspreise auf dem genannten Portal. Die Rede ist dort von durchschnittlichen Quadratmeterpreisen von 11 Euro pro Monat im Jahr 2017 für Wien.

Wohnungen in Wien: Preise pro Quadratmeter

Laut Stadtregierung lagen die durchschnittlichen Mieten in den rund 980.000 Wohnungen in der Bundeshauptstadt im Schnitt aber nur bei 7,68 Euro pro Quadratmeter und Monat (inklusive Betriebskosten), hieß es unter Verweis auf die zuletzt verfügbaren Daten (Wohnungserhebung 2015 der Statistik Austria). In den Gemeindebauten seien demnach nur 6,4 Euro brutto zu zahlen, im geförderten Wohnbau 6,7 Euro und für private Bestandsmieten 8,6 Euro.

Inserierte private ‘Wohnungsangebote seien zudem “oftmals deutlich überteuert und deutlich über den gesetzlich zulässigen Werten”. Die Stadt Wien habe Inserate auf Online-Plattformen verglichen und festgestellt, dass bei vier von fünf Wohnungsangeboten “deutlich mehr verlangt wird als es das Richtwertmieten-Gesetz erlaubt”. Durchschnittlich seien die Angebot um 3,54 Euro pro Quadratmeter über den zulässigen Tarifen gelegen.

Grüne: “Wohnen wird zum Luxus”

Für die Grünen war die ImmoScout24-Analyse zu den derzeit angebotenen Wohnungen auf dem privaten Markt indes Wasser auf den Mühlen: “Wohnen wird immer mehr zum Luxus – es braucht hier spürbare Entlastungen”, teilte Grüne-Klubobmann Albert Steinhauser in einer Aussendung mit. Die Grünen schlagen für Wien eine Mietobergrenze von 7,50 Euro netto pro Quadratmeter vor.

Laut Statistik Austria seien die Nettomieten in Österreich in den vergangenen fünf Jahren um 17 Prozent gestiegen, die Einkommen im selben Zeitraum aber nur um 6 Prozent, betonten die Grünen.

(APA)

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