WM-Bronze für Ruderin Lobnig im olympischen Einer

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Lobnig holte ihre erste WM-Medaille
Lobnig holte ihre erste WM-Medaille - © APA (Archiv)
Einer-Ruderin Magdalena Lobnig hat mit Bronze für die erste österreichische WM-Medaille in einer olympischen Bootsklasse seit 16 Jahren gesorgt. Die Gesamtweltcupsiegerin musste sich am Sonntag im Sechser-Finale der Schweizerin Jeannine Gmelin und der Britin Vicotoria Thornley beugen, den dritten Platz rettete sie knapp vor der Irin Sanita Puspure ins Ziel.

Lobnig war das 2.000-m-Rennen forsch angegangen, die Europameisterin von 2016 führte das Feld nach 500 m an. Danach kam die Halbfinalschnellste Gmelin aber immer stärker auf und setzte sich kontinuierlich ab. Nach der Hälfte der Distanz zog auch noch Thornley an Lobnig vorbei. Im Finish rettete die 27-jährige Kärntnerin mit letzter Kraft noch vor der aufkommenden Puspure um 0,35 Sekunden Bronze ins Ziel.

“Ich habe Sanita von hinten kommen gesehen, deshalb bin ich sehr froh, dass ich sie am Ende auf Distanz halten konnte”, kommentierte Lobnig die dramatische Schlussphase. Sie war überglücklich, auch weil sie beim Einrudern und auch im Rennen mit Technik-Problemen zu kämpfen hatte. “Ich bin einfach super happy. Beim Einrudern bin ich schon fast ins Wasser gefallen, im Rennen selbst bin ich dann zweimal hängengeblieben. In Anbetracht dieser Umstände ist diese Bronzemedaille ein Wahnsinn. Ich denke, die habe ich mir wirklich mehr als verdient”, so Lobnig.

Ihr Trainer Kurt Traer musste wegen der Probleme gehörig zittern. “Magdi ist mit dem Ruder im Wasser hängengeblieben, das hat sie ein wenig aus dem Rhythmus gebracht. Und uns ist einmal kurz das Herz in die Hose gerutscht. Aber bis dahin war es ein perfektes Rennen”, so Traer.

Die Olympia-Sechste hatte im Vorfeld eine Medaille als Minimalziel ausgegeben. Mit Bronze erreichte sie das gerade noch und sorgte damit für das erste rot-weiß-rote WM-Edelmetall in einer olympischen Klasse seit Gold des LG-Vierers ohne Steuermann mit Martin Kobau, Wolfgang Sigl, Bernd Wakolbinger und Sebastian Sageder 2001.

(APA)

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