6. August 2012 12:47; Akt.: 9.10.2012 13:09

Wirtschaftsanwalt Rebasso noch immer verschwunden: Keine Belohnung ausgelobt

Im Fall des verschwundenen Anwalt wurde keine offizielle Belohnung ausgelobt. Im Fall des verschwundenen Anwalt wurde keine offizielle Belohnung ausgelobt. - © BPD Wien
Seit zehn Tagen ist der Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso verschwunden, die Polizei geht von einer Entführung aus. Eine Tageszeitung berichtete über eine angebliche Belohnung von 100.000 Euro, die die Familie des Anwalts ausgelobt hätte – diese Nachricht entpuppte sich als falsch. Unterdessen  sind die Wiener Ermittler aus Moskau zurück gekehrt, es gibt keine Erkenntnisse darüber, wo sich der 48-Jährige aufhalten könnte.

alt Korrekturen melden

Zuletzt gesehen wurde der Wiener Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso am 27. Juli. Die Polizei geht davon aus, dass der Jurist an diesem Nachmittag aus einer Tiefgarage in der Wiener Innenstadt verschleppt worden ist, als er mit seinem Mercedes-Geländewagen zu einem Termin nach Niederösterreich aufbrechen wollte. Forderungen der Entführer sind nach wie vor nicht eingelangt.

Überwachungsvideo wird nicht veröffentlicht

Der Wagen Rebassos sowie das Auto, das die Täter gemietet hatten, wurden von Überwachungskameras in der Garage erfasst. Die Aufnahmen würden nicht veröffentlicht, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Montag unter Hinweis auf rechtliche Gründe und die praktische Tatsache, dass die Qualität der Bilder nicht gut genug sei, um die Lenker identifizieren zu können. Im Laufen seien noch die Überprüfungen bezüglich der möglicherweise gefälschten russischen Reisepässe, die beim Anmieten des Autos vorgelegt worden waren.

Blutspuren von Erich Rebasso in Autos gefunden

Zu dem Mietauto machte die Polizei keine näheren Angaben. Laut Hahslinger ist aber klar, dass mit dem geliehenen Wagen keine größere Strecke zurückgelegt wurde. Auszuschließen sei, dass das Opfer in einem dieser Fahrzeuge womöglich außer Landes gebracht wurde. Da sich in beiden Autos Blutspuren Rebassos fanden – nun durch DNA-Analysen bestätigt – gehen die Ermittler davon aus, dass der 48-Jährige in beiden Fahrzeugen transportiert wurde. Der Mercedes war am Dienstag auf einem Parkplatz in Simmering gefunden worden, der Mietwagen wurde retourniert.

Ermittlungen in Russland dauern an

Beamte des Bundeskriminalamts, die am Freitag nach Moskau gereist waren, sind am Wochenende nach Wien zurückgekehrt. In Russland werden unterdessen die Überprüfungen von Opfern eines Anlagebetrugs fortgesetzt, in dessen Rahmen der Name Rebassos verwendet worden war. Der Wirtschaftsanwalt hatte in dem Zusammenhang sogar Selbstanzeige in Österreich erstattet, das Verfahren wurde von der Justiz eingestellt. In der Folge hatte der 48-Jährige schriftlich Geld-Zurück-Forderungen erhalten, verbunden mit Drohungen, in denen allerdings nicht von einer Entführung die Rede war.

Keine Belohnung ausgelobt

Für Hinweise auf den Verbleib Erich Rebassos hat dessen Vater nach Angaben der Tageszeitung “Österreich” (Montag-Ausgabe) eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt. Hahslinger betonte hingegen, dass es keine Belohnung gebe und verwies in diesem Zusammenhang auf den Bruder des Entführten – ebenfalls ein Rechtsanwalt – als Hauptansprechpartner der Polizei aus der Familie Rebassos. (APA)



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf vienna.at
Entführer im Jemen wurden angeblich zum Aufgeben gezwungen
Der Wiener Dominik N. und das Paar aus Finnland sollen nicht freigelassen worden sein, weil Lösegeld gezahlt wurde, [...] mehr »
Kritik an Michael Häupl nach Radio-Interview
Wiens Bürgermeister Michael Häupl gab in einem Radio-Interview am Samstag an, bei der Nationalratswahl fix mit einer [...] mehr »
Zwiebelkuppel am Rathausplatz wurde angebracht
Leicht verspätet wurde am Samstag die Dekoration für die Eröffnungsshow des Life Balls am Wiener Rathausplatz [...] mehr »
Polizei geht bei Feuer in Döblinger Villa von Brandstiftung aus
Bei dem Brand einer leerstehenden Villa in Wien-Döbling am Freitagabend, ein Abbruchhaus, geht die Polizei von [...] mehr »
Letzte Tage. Ein Vorabend bei den Wiener Festwochen
Am Freitagabend wurde im Rahmen der Wiener Festwochen Christoph Marthalers Stück "Letzte Tage. Ein Vorabend" gezeigt. [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung