“Wir alle sind Wien”: Kampagne für ein weltoffenes Wien

Die neue Plattform soll für ein weltoffenes Wien eintreten - © ALPHA PLUS

Dino Schosche, Initiator der Wiener Integrationswoche, hat “Wir alle sind Wien” gestartet, bei der “Botschaftern des Zusammenlebens” einem weltoffenen Wien eine Stimme geben sollen.

Bisher haben sich rund 70 Menschen der Initiative angeschlossen, sagte Schosche bei der Präsentation des Projekts am Freitag.

“Wir alle sind Wien” will Zeichen für Vielfalt in Wien setzen

Dabei sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – denn “wie der Projektname ‘Wir alle sind Wien’ schon sagt, nur gemeinsam können wir die Probleme, die es beim Thema Integration tatsächlich auch gibt, lösen”, so Schosche. In Videobotschaften, die auf der Homepage www.wirallesindwien.at zu sehen sind, sprechen sie über positive Aspekte des Zusammenlebens in Wienund ihre Beziehung zu der Stadt.

Integrationsbotschafter in Schulen

2011 rief der damalige Integrationsstaatssekretär und nunmehrige Minister Sebastian Kurz (ÖVP) die Initiative “Zusammen Österreich”, die sogenannte Integrationsbotschafter in Schulen schickt, ins Leben. Er wolle eine Alternative zu der Plattform von Kurz, der seine Meinung zum Thema Integration geändert habe, anbieten, sagte Schosche. “Vor einigen Monaten, als ich über enttäuschte Integrationsbotschafter von Kurz gelesen habe, habe ich mich entschieden, eine Alternative zu schaffen, eine neue Plattform für Menschen, die sich für Vielfalt und Integration einsetzen”, so Schosche.

Czernohorszky: “Unsere Stadt ist vielfältig”

“Unsere Stadt ist vielfältig”, betonte Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), der sich der Kampagne als Botschafter angeschlossen hat. Es gebe derzeit einen Diskurs, der die Vielfalt wegreden wolle. “Das ist meiner Meinung nach einer der dümmsten Politikzugänge überhaupt”, sagte Czernohorszky: “Unsere Stadt hat es nicht verdient, so wie es derzeit im politischen Diskurs passiert, für etwas schlecht gemacht zu werden, was sie eigentlich auszeichnet”. Denn Wiensetze sich dafür ein, dass sie eine Stadt des “gemeinsamen Tuns, Redens und Lebens ist”.

(APA/Red.)