“WienWein”-Winzer fordern Lagenklassifizierung

"WienWein"-Winzer wollen ihren Wein bekannter und vergleichbarer machen.
"WienWein"-Winzer wollen ihren Wein bekannter und vergleichbarer machen. - © Bilderbox.com
“WienWein”-Winzer fordern künftig eine Lagenklassifizierung für ihren Wein, um das Produkt unternational bekannter und vergleichbarer zu machen.

“Wir wollen ein einheitliches System im deutschen Sprachraum etablieren”, meinte Gerhard J. Lobner vom Weingut Mayer am Pfarrplatz bei einer Pressekonferenz am Montag. Den Anfang wollen die sechs “WienWein”-Weingüter selbst machen.

Lagenklassifizierung von Wiener Winzern gefordert

Bei der Lagenklassifizierung gehe es beispielsweise um die Bodenstruktur, die Niederschlagsmenge, die Exposition oder die Höhenlage. Sie sollen entscheiden, welche Weingärten sich dann mit den Prädikaten der sogenannten “großen Lage” bzw. des “großen Gewächses” schmücken dürfen. “Das fördert die Vergleichbarkeit und macht es auch für den Konsumenten einfacher”, erklärte Lobner.

Auch wenn es sich dabei um ein “sehr emotionales und schwieriges Thema” handle, das derzeit in ganz Österreich für Diskussionen sorgt, wollen die Wiener Winzer nun einen ersten Schritt setzen und intern eine Lagenklassifizierung erarbeiten. Orientieren wolle man sich dabei vor allem am deutschen Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Allerdings wolle man keine “Elite-Geschichte” machen, sondern vielmehr nach und nach ganz Wien in die neue Klassifizierung einbeziehen, wie Fritz Wieninger ergänzte. Das werde jedoch – ebenso wie der erste interne Plan – noch ein wenig dauern.

2014 war schwieriges Jahr für Winzer

Ebenfalls nicht einfach sei das gesamte Jahr 2014 gewesen, schilderte Rainer Christ. Vor allem mit dem Wetter sei man aufgrund eines warmen Winters und nassen Sommers sowie lokalen Hagelschlägen vor Herausforderungen gestanden. “Ein schwieriges Jahr heißt aber nicht schlecht, sondern aufwendig”, betonte der Winzer. Zwar habe es tendenziell geringere Ernten gegeben, die Qualität habe darunter aber nicht gelitten. “Der Jahrgang ist besser als sein Ruf”, meinte Wieninger.r.

WienWein ist ein Zusammenschluss der sechs Weingüter Christ, Cobenzl, Edlmoser, Fuhrgassl-Huber, Mayer am Pfarrplatz und Wieninger. Sie bestellen zusammen 270 Hektar Rebfläche und damit rund 40 Prozent des gesamten Wiener Weinbaugebietes. Pro Jahr produzieren sie etwa 1,2 Millionen Flaschen Wein, davon werden rund 350.000 Flaschen in etwa 40 Länder exportiert.

(APA/Red)

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