Wiens Frauen mit Krawatte gegen die Lohnschere: Flashmob zum Equal Pay Day

Frauen gingen heute mit Krawatte zu ihrem Arbeitsplatz, um ein Zeichen zum Equal Pay Day zu setzen.
Frauen gingen heute mit Krawatte zu ihrem Arbeitsplatz, um ein Zeichen zum Equal Pay Day zu setzen. - © Seda Erol
Zum heutigen Equal Pay Day wurde in Wien die Aktion #tieday gestartet. Teilnehmende Frauen tragen am Arbeitsplatz Krawatte, um Kollegen auf die Lohnschere aufmerksam zu machen. Zum Start gab es auch noch einen Flashmob am Jonas-Reindl.

Ab heute arbeiten Frauen in Österreich statistisch gesehen gratis. Die Weiberei, eine Initiative der SPÖ Wien Frauen, ist für die Aktion und den Flashmob am Schottentor verantwortlich. Mit dabei war auch Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner.

Equal Pay Day findet in Wien später statt

“In Wien findet der Equal Pay Day österreichweit am spätesten statt, weil die Lohnschere hier am geringsten ist. Wir nehmen trotzdem nicht hin, dass Frauen in Österreich knapp 11.000 Euro im Jahr weniger verdienen als ihre Kollegen. Auch ohne Krawattenpflicht, hängt das Einkommen immer noch am Geschlecht und das ist mehr als ungerecht”, so die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner. “Dank frauenfördernder Maßnahmen hat sich die Schere in den letzten zehn Jahren um 5,6 Prozent verringert. Das geht uns zu langsam. Wir fordern echte Lohntransparenz, damit Frauen ihr Recht auf gleiche Bezahlung auch durchsetzen können”, ergänzte die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.

Der Equal Pay Day wird in Österreich 2017 am 13. Oktober begangen, in Wien fällt er auf den 30. Oktober. Der Einkommensnachteil von Frauen gegenüber Männern beträgt österreichweit 21,7 Prozent, in Wien 17,1 %. Für Österreich ist das im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung von 0,6 Prozent, in Wien um 0,9 %.

(Red.)

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