Wiener Volkshochschulen feiern 130. Geburtstag

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Die SPÖ-Stadträte Jürgen Czernohorszky und Michael Ludwig bei der Pressekonferenz "130 Jahre Wiener Volkshochschulen".
Die SPÖ-Stadträte Jürgen Czernohorszky und Michael Ludwig bei der Pressekonferenz "130 Jahre Wiener Volkshochschulen". - © APA/Herbert Neubauer
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Vorläufer der Wiener Volkshochschulen ins Leben gerufen. Eine Erfolgsgeschichte.

Wer Sanskrit lernen möchte, die Zither spielen oder Tai Chi trainieren will, kann das an den Wiener Volkshochschulen (VHS) tun. Aber auch Deutschkurse und Gratisnachhilfe gehören zum Angebot der Einrichtung, die heuer ihren 130. Geburtstag feiert. Zum Jubiläum fuhr am Donnerstag die “Bildungsbim” um den Ring: Eine historische Straßenbahn wurde zum mobilen Kursraum.

Die Wiener Volkshochschulen nahmen ihren Ausgangspunkt mit dem 1887 von dem Kunsthistoriker Eduard Leisching gegründeten “Wiener Volksbildungsverein” in Margareten. Heute werden an 34 Standorten Kurse, Workshops und Seminare sowie Beratung und Lernhilfe angeboten. Im vergangenen Jahr wurden 15.200 Kurse mit mehr als 138.000 Teilnehmern abgehalten. Dazu kamen 5.000 Veranstaltungen mit 162.000 Besuchern. Damit seien die Wiener Volkshochschulen der größte Anbieter für Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum, sagte Stadtrat Michael Ludwig (SPÖ), Aufsichtsratsvorsitzender der VHS, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Das breite Kursprogramm der Wiener Volkshochschulen

Das Kursprogramm deckt die unterschiedlichsten Themenbereiche ab – von Gesundheit und Bewegung, Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft über Wirtschaft und Sprachen bis hin zu Basisbildung und Bildungsabschlüssen. Auch beim Thema Integration seien die Volkshochschulen ein zentraler Partner, betonte er. So würden derzeit etwa 10.000 Deutschkurse angeboten. “Es ist ein Missstand unserer Zeit, dass Bildung – nicht mehr ganz so wie vor 130 Jahren, aber immer noch – vererbt ist”, sagte Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

Abhilfe leiste unter anderem die von der Stadt finanzierte Gratisnachhilfe an den Volkshochschulen – was für massive Kritik der Rathausopposition gesorgt hat. Die Maßnahme diene dazu, die Finanzen der VHS aufzubessern, lautete der Vorwurf.

Bis 19.00 Uhr können Interessierte noch in die “Bildungsbim” einsteigen und einen Einblick in das Kursprogramm gewinnen. Ausprobiert werden können zum Beispiel kreatives Schreiben, Trommeln oder professionelles Fotografieren mit dem Smartphone. Am 25. September startet das neue Semester.

(APA, Red.)

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