“Wiener Träne”: Luise Rainers Hinterlassenschaften werden versteigert

Luise Rainer war mit 104 Jahren in London verstorben.
Luise Rainer war mit 104 Jahren in London verstorben. - © EPA
Ein Teil des Besitzes von Hollywoodstar Luise Rainer, einst bekannt als “Wiener Träne”, wird am 1. Oktober in Beverly Hills versteigert. Julien’s Auction wird Antiquitäten, Gemäle und Memorabilia aus der langen Karriere der im Dezember mit 104 Jahren verstorbenen Rainer unter die Leute bringen. Die gebürtige Deutsche hatte einst ihre Karriere am Theater in der Josefstadt in Wien gestartet.

Erstmals war sie 1930 für “Ja, der Himmel über Wien” vor der Kamera gestanden, bevor sie Max Reinhardt ans Theater in der Josefstadt holte. Die renommierte Bühne nutzte die Schauspielerin schließlich zum Sprung nach Hollywood. 1935 ging Rainer mit einem Vertrag in der Tasche in die USA – von den offiziellen Hollywoodbiografen zur Österreicherin erklärt. So erwartete man sich bessere Chancen beim US-Publikum als mit einem Star aus dem mittlerweile nationalsozialistischen Deutschland. Ihre leidenschaftliche Spielweise brachte der Deutschen in Hollywood bald den Spitznamen “Viennese Teardrop” (Wiener Träne) ein.

“Wiener Träne”: Luise Rainers Hinterlassenschaften werden versteigert

Nun kommen also die Hinterlassenschaften der Schauspielerin zur Versteigerung. Darunter findet sich etwa ein Kleiderschrank aus der Zeit Maria Theresias (Schätzwert zwischen 8.000 und 12.000 US-Dollar), oder ein deutscher Wallnusssekretär aus dem 18. Jahrhundert (Schätzwert 6.000 bis 8.000 US-Dollar). Britische Antiquitäten sind mit einem Sekretär aus der Zeit George III. (Schätzpreis 8.000 bis 10.000 US-Dollar) vertreten, während die Bildende Kunst unter anderem mit russischen Ikonen oder einem Gemälde von Jan Van Kessel vertreten ist, das Anne von Österreich zeigen soll, und das mit 10.000 bis 15.000 US-Dollar taxiert wird.

Ansonsten finden sich auch Porträts, die von Rainer gemacht wurden, oder Gemälde aus der Hand des Hollywoodstars selbst im Tableau. Und auch die Filmkarriere der Schauspielerin ist präsent, wenn etwa eine Goldmedaille der Motion Picture Critics of America aus 1936 für 4.000 bis 6.000 US-Dollar den Besitzer wechseln soll. Kleider und Schuhe runden das Angebot ab.

(apa/red)

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