Wiener Tourist vor Kolosseum verstorben: Ermittlungen eingeleitet

Ermittlungen wurden nach dem Tod des Touristen eingeleitet
Ermittlungen wurden nach dem Tod des Touristen eingeleitet - © Pixabay (Sujet)
Nach dem Tod eines Österreichers vor dem Kolosseum in Rom am Sonntag hat nun die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen des verspäteten Rettungseinsatzes eingeleitet.

Italienische Medien berichten, dass eine Obduktion angeordnet wurde. Der Mann soll einem Herzinfarkt erlegen sein.

Wiener starb vor Kolosseum: Ermittlungen eingeleitet

Die Autopsie soll klären, ob das Leben des Österreichers, dessen Alter nicht bekanntgegeben wurde, mit rascherer Hilfe gerettet worden wäre. Der Wiener war in Begleitung seiner Frau und seiner Tochter bei Temperaturen von über 30 Grad unweit der U-Bahn-Station beim Kolosseum zusammengesackt. Militärangehörige, die sich an Ort und Stelle befanden, sowie ein amerikanischer Arzt leisteten sofort Hilfe, ein Defibrillator fand sich nicht in der Nähe. Dabei hätten in der Umgebung des Kolosseums vier Defibrillatoren zur Verfügung stehen sollen. Außerdem lag der Tote eine Stunde lang im Freien, bevor er abtransportiert wurde.

Keine Nachfrage nach Defibrillator erfolgt

Der Denkmalschutz in Rom, der für das Kolosseum zuständig ist, berichtete, dass am Sonntag niemand in dem Wahrzeichen um einen Defibrillator gefragt habe. “Wäre das Personal um Hilfe gebeten worden, hätten wir sofort eingreifen können”, sagte ein Sprecher nach Angaben der römischen Tageszeitung “Il Messaggero” am Dienstag. Auch das österreichische Konsulat in Rom ist mit dem Fall befasst. “Wir haben der Familie Unterstützung zugesichert und bemühen uns um die Rückführung der Leiche nach Wien”, hieß es auf APA-Anfrage.

(APA/Red.)

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