Wiener Tafel wurde Mitglied der europäischen Foodbank “FEBA”

Die Wiener Tafel ist seit 2016 auch international aktiv.
Die Wiener Tafel ist seit 2016 auch international aktiv. - © APA (Sujet)
Die Wiener Tafel ist in die Europäische Foodbank “FEBA” als älteste und größte Tafelorganisation Österreichs als Mitglied aufgenommen worden. Somit ist die Tafelbewegung nun auch mit Initiativen anderer EU-Länder gegen Lebensmittel-Verschwendung aktiv.

Die Tafelbewegung “Wiener Tafel” setzt seit 2016 gemeinsam mit den Initiativen anderer EU-Länder Programme zur Lebensmittelrettung, Armutslinderung und Bewusstseinsbildung um, und forciert notwendige politische Maßnahmen auf europäischer Ebene.

In der Europäischen Union werden jedes Jahr rund 179 Kilogramm Lebensmittel pro Person weggeworfen. Das macht insgesamt zirka 89 Millionen Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig leben 79 Millionen BürgerInnen in Europa unter der Armutsgrenze.

Wiener Tafel wird in “FEBA” aufgenommen

Vor 30 Jahren wurde die non-profit Organisation FEBA (European Federation of Food Banks) als europäisches Netzwerk gegründet, um die effiziente Verteilung von Lebensmitteln an Armutsbetroffene zu gewährleisten. Heute engagieren sich 264 Foodbanks in 22 europäischen Ländern in der Dachorganisation.

Mit 2016 ist auch Österreich dabei: Die Wiener Tafel, die durch ihre Unabhängigkeit, ihre hohen Qualitätsstandards und ihren vielfältigen Einsatz überzeugen konnte, vertritt in diesem Forum auch die Interessen des “Verbands der Österreichischen Tafeln”.

“Wir sind gefordert, humane Lösungen zu finden”

“Wir sehen konkreten Handlungsbedarf und haben bewährte Konzepte für Verbesserungen auf gesellschaftspolitischer und politscher Ebene. Runde Tische sind da zu wenig. Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft müssen an einem Strang ziehen”, betont Heidelinde Haas, Obfrau der Wiener Tafel und fügt hinzu: “Gerade die aktuelle Flüchtlingskrise wird den Anteil an Armutsbetroffenen in Europa massiv erhöhen. Wir alle sind gefordert, praktikable und humane Lösungen zu entwickeln und die politischen EntscheidungsträgerInnen nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen.”

Martin Haiderer, Gründer und stellvertretender Obmann ergänzt: “Durch die Kooperation mit FEBA werden wir auch in Österreich zeigen, welche exzellenten food waste Reduktionsprogramme es bereits in anderen Ländern gibt. Dazu zählen ein verbesserter Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die Neubewertung von Haftungsrisiken bei der Weitergabe von Lebensmitteln.”

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