Wiener Statistisches Jahrbuch 2017 erschienen: Baby- und Öffiboom verzeichnet

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2016 wurden in Wien besonders viele Babys geboren
2016 wurden in Wien besonders viele Babys geboren - © Pixabay (Sujet)
Das Jahr 2016 war in Wien ein Rekordjahr in Sachen Geburten – sagt das soeben erschienene Statistische Jahrbuch 2017 (in dem das Datenmaterial aus dem Jahr davor aufbereitet wurde). Die Zahl, die den Babyboom dokumentiert, lautet: 20.804. So viele Kinder haben 2016 das Licht der Welt erblickt, was mehr ist als im Spitzenjahr 1967.

Auch Öffis sind beliebt, der Anteil des Individualverkehrs sinkt. Das Statistische Jahrbuch Wien erscheint alljährlich seit 1883, lediglich in Kriegsjahren gab es Unterbrechungen, wie der Leiter der städtischen Statistik Abteilung MA 23, Klemens Himpele, im APA-Gespräch am Dienstag erläuterte. Inzwischen wird das mehr als 300 Seiten umfassende Werk auch öffentlich präsentiert – mit “Wien-Detektiv” Thomas Harbich, der via Twitter oder TV seit Jahren diverse Wien-Fakten vorstellt. Nun ist die Ausgabe 2017 erhältlich.

99 Prozent der Wiener Babys im Krankenhaus geboren

Statt – wie im Jahrbuch – in Form von Tabellen, werden die Daten beim heutigen Event in der Universität Wien mit Geschichten verbunden. Dieses Mal wurde der Schwerpunkt Infrastruktur gewählt. Erzählt wird der fiktive Lebenslauf zweier Kinder, die in Wien rein statistisch gesehen zu 99 Prozent im Krankenhaus geboren werden. Der Rest sind Hausgeburten oder Niederkünfte am Weg ins Spital. 2016 kamen fünf Babys noch vor Erreichen des Spitals zur Welt.

Werden die Kids dann größer, dürfen sie auf den Spielplatz, deren Zahl sukzessive ansteigt, wie Himpele erläuterte. Waren es 2011 noch 478 Standorte, konnte sich der Nachwuchs 2016 bereits an 525 der für ihn gewidmeten Flächen austoben. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Andrang geringer wird. Denn: Seither gibt es auch 25.000 Kinder mehr in der Stadt. Optimal ist zumindest laut Statistik die Situation in Hietzing. Nirgendwo sonst gibt es mehr Spielfläche pro Kind. Was allerdings an dem für einen Flächenbezirk relativ geringen Kinderanteil liegt.

Wiener Statistisches Jahrbuch über Hundehaltung und Öffi-Nutzung

Apropos optimal: Sollten die Jung-Wiener, wenn sie älter werden, sich einen vierbeinigen Gefährten zulegen, dann sind sie in der Leopoldstadt gut aufgehoben. Der Hundezonenanteil ist dort nämlich am höchsten – und in Hernals am niedrigsten. Insgesamt kommt in Wien ein Hund auf 34 Stadtbewohner.

Die Nutzung der Verkehrsmittel – der sogenannte Modal-Split – hat sich in den vergangenen Jahren wiederum massiv geändert. Hielt 1993 der Individualverkehr noch bei 40 Prozent, waren es zuletzt nur mehr 27 Prozent. Die Öffis legten von 29 auf 39 Prozent zu, der Anteil der Radler hat sich von drei auf 7 Prozent mehr als verdoppelt. Relativ gleich blieben die Fußwege, deren Anteil von 28 auf 27 Prozent leicht zurückging.

Sozialer Wohnbau in Wien sehr präsent

Eine weiterhin wichtige Rolle spielt in Wien der soziale Wohnbau: 60 Prozent der Wohnungen sind Gemeindebauten oder zumindest geförderte Unterkünfte. Der Grünflächenanteil in Wien beträgt 49,6 Prozent. 530 Hektar und damit 1,3 Prozent der Stadt sind dann für die finale Ruhe reserviert, wobei der Großteil der Friedhoffläche (52 Prozent) in Simmering liegt. Hier macht sich naturgemäß der Zentralfriedhof bemerkbar.

Mehr zum Wiener Statistischen Jahrbuch lesen Sie hier.

(apa/red)

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