Wiener Staatsballett: Vierstündiger Gala-Abend zum Saisonausklang in der Wiener Staatsoper

Das Wiener Staatsballett feiert am Sonntag in der Wiener Staatsoper seinen Säulenheiligen Rudolf Nurejew.
Das Wiener Staatsballett feiert am Sonntag in der Wiener Staatsoper seinen Säulenheiligen Rudolf Nurejew. - © APA (Sujet)
Am Sonntag feiert das Wiener Staatsballett bereits zum sechsten Mal seinen Säulenheiligen Rudolf Nurejew in der Wiener Staatsoper und zugleich seinen Saisonabschluss.

Ballettdirektor Manuel Legris nutzt die Nurejew-Gala seit 2011 traditionell zum repräsentativen Querschnitt der jüngeren Ballettgeschichte einerseits und der Fähigkeiten seiner Tänzer andererseits. Wobei auch diesmal Gäste glänzen dürfen. Legris selbst tanzt beim vierstündigen Galaabend wie im Vorjahr mit der Französin Isabelle Guerin, die wie er einst Schützling von Nurejew an der Pariser Oper war. Sie haben einen Ausschnitt aus “Le Parc”, kreiert 1994 von Angelin Preljocaj zu Musik von Mozart, auserkoren. Zwei aktuelle Solotänzer der Pariser Oper, Myriam Ould-Braham und Mathias Heymann, geben mit einem Pas de deux aus Frederick Ashtons “La Fille mal gardee” ihr Debüt am Haus am Ring, gefolgt vom Holzschuhtanz aus dem selben Stück von Staatsballett-Tänzer Andrey Kaydanovskiy. Heymann tanzt zudem ein Solo aus “Manfred”, das sich Nurejew selbst auf den Leib choreografiert hat.

Choreografen für traditionellen Saisonausklang mit Nurejew-Gala

Mit einem Pas de deux gastieren auch erstmals Helene Bouchet und Carsten Jung: Die beiden Solotänzer des Hamburg Ballett zeigen einen Ausschnitt aus “Illusionen – wie Schwanensee”, choreografiert von ihrem eigenen Direktor John Neumeier.

Mit Neumeier sowie Edwaard Liang und Daniel Proietto finden sich gleich drei Choreografen von Staatsopern-Premieren der kommenden Saison im Gala-Programm. So stellt sich der gebürtige Argentinier Daniel Proietto mit seinem Solo “Cygne” vor, getanzt von Wiens Erster Solotänzerin Ketevan Papava. Nina Polakova und Roman Lazik wird indes mit Liangs forderndem, 2005 uraufgeführten Pas de deux “Distant Cries” zu Musik des Barockkomponisten Tomaso Albinoni einiges abverlangt.

Tänzerische Interpretationen des Wiener Staatsballetts

Zum Heimspiel geraten “SENTieri” des Choreografen und Aterballetto-Tänzers Philippe Kratz, Jerome Robbins’ “The Four Seasons” und George Balanchines “Tarantella”, jeweils interpretiert von Tänzern des Staatsballetts. Eingerahmt wird der Abend von Ausschnitten aus Legris’ erster Inszenierung eines abendfüllenden Handlungsballetts, “Le Corsaire”, die zugleich zwei Abschiede beinhalten: Prisca Zeisel tanzt zum Auftakt als eine von drei Odalisken (“Trio odalisques”) zum vorerst letzten Mal in Wien, ehe sie ans Bayerische Staatsballett wechselt. Und Kirill Kourlaev beendet mit einem letzten Auftritt als Lanquedem im 1. Akt von “Le Corsaire” seine professionelle Tänzerkarriere.

Am Pult des Wiener Staatsopernorchesters steht Valery Ovsianikov von der Waganowa-Ballettakademie in St. Petersburg. Der Galaabend wird im Rahmen von “Oper live am Platz” auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

(apa/Red)

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