Wiener SPÖ setzt auf Grätzel-Kampagne

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Der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl.
Der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl. - © APA/Herbert Pfarrhofer
Die Wiener SPÖ geht mit einer Nachbarschaftskampagne in politischen Herbst. “Wir wollen auf gleicher Augenhöhe, gemeinsam mit den Bewohnern im Grätzel arbeiten.”

Die Wiener SPÖ will mit einer Nachbarschaftskampagne Stimmung für die Partei machen. Konkret geht es darum, Ideen in Grätzeln zu realisieren. Diese sollen mit Menschen umgesetzt werden, die noch nicht in der SPÖ Fuß gefasst haben, lautet ein Ziel. Am Donnerstagabend wurde in der nun als Veranstaltungsareal genutzten Ankerbrotfabrik mit knapp 300 Funktionären der Herbstauftakt der Aktion begangen.

“Wir wollen auf gleicher Augenhöhe, gemeinsam mit den BewohnerInnen im Grätzel arbeiten. Sagen wir dem Paternalismus ‘Ade’. Sagen wir ‘Hallo’ zu ehrlicher Partizipation”, wie Landesparteisekretärin Sybille Straubinger laut einer SPÖ-Aussendung bei der Auftaktveranstaltung das Konzept umriss. Konkret nennt sich die Kampagne: “Mei Grätzl. Mei Wien. Red’ Ma drüber”.

SPÖ: “Echte Wienerinnen und Wiener” als Protagonisten

Bürgermeister Michael Häupl betonte in seiner Rede: Es werde viel über Ideen geredet, “aber man muss sie auch umsetzen können”. Dafür gebe die neue Kampagne Impulse und besonders in Zeiten wie diesen, wo Informationen schnell über das Internet und soziale Medien ausgetauscht werden, ersetze nichts das persönliche Gespräch.

Die Protagonisten der roten Kampagne seien “echte Wienerinnen und Wiener”, wie die Partei versicherte. Diese hätten mit ihren Projekten dazu beigetragen, ihre Nachbarschaft zum Besseren zu verändern. Da gibt es beispielsweise Brigitte, die Hoffeste für die Kinder in ihrem Gemeindebau organisiert oder Canan, der sich um die Probleme von Frauen mit Migrationshintergrund kümmert. Wiener, die ebenfalls teilnehmen wollen, sind aufgerufen, sich online unter www.spoe.wien/ichmachwas oder telefonisch unter 01 535 35 35 zu melden.

Die Nachbarschaftskampagne ist eine der Konsequenzen der Partei aus dem Ergebnis der Wien-Wahl im Herbst 2015, wo die SPÖ 4,75 Prozentpunkte verlor und unter die 40-Prozent-Marke rutschte. Häupl kommentierte den Verlust damals mit: “Ich werte dieses Wahlergebnis nicht als Auftrag, so weiterzumachen wie bisher.” In Folge kündigte er beispielsweise Grätzl-Kontaktpersonen an. Mit der Nachbarschaftskampagne will die Wiener Sozialdemokratie nun intensivierte soziale Kontakte mit der Stadt-Bewohnern pflegen.

(APA, Red.)

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