Wiener Schloss Schönbrunn geht mit Besucherplus ins Franz-Joseph-Jahr

2015 war ein erfolgreiches Jahr für das Schloss Schönbrunn
2015 war ein erfolgreiches Jahr für das Schloss Schönbrunn - © EPA (Sujet)
Das Schloss Schönbrunn in Wien eineder wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes, konnte 2015 die Besucherzahlen weiter steigern – es gab 7,7 Prozent mehr Eintritte.

Mit insgesamt 3,6 Mio. Eintritten in den Palast bzw. die Attraktionen am Areal wurden um 7,7 Prozent mehr Gäste empfangen als im Jahr davor. Heuer wird im Zeichen eines ehemaligen Bewohners stehen: Kaiser Franz Joseph, der vor 100 Jahren starb.

Touristenattraktion Nummer Eins in Österreich

“Das Schloss Schönbrunn festigt seine Position als Touristenattraktion Nummer Eins in Österreich”, zeigte sich der Eigentümervertreter, Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), in einer Stellungnahme gegenüber der APA erfreut. Auch ohne Berücksichtigung von Mehrfacheintritten der Besucher – also rein nach Köpfen gezählt – konnte das imperiale Ensemble eine Zunahme von 7,2 Prozent auf rund 2,36 Millionen verbuchen”, erläuterte der Geschäftsführer der Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB), Franz Sattlecker.

Besuchersteigerung im Schloss Schönbrunn

Auch weitere Attraktionen der SKB, konkret die Kaiserappartements, das Sisi Museum und die Silberkammer in der Hofburg, waren beliebte Anziehungspunkte – mit einer Besuchersteigerung von rund sechs Prozent: “Der neue Eingangsbereich in der Hofburg wurde sehr gut angenommen. In den Monaten nach der Eröffnung des neuen Zugangs hatten wir eine besonders deutliche Steigerung der Besucherzahlen”, zeigte sich Sattlecker erfreut.

Leichte Rückgänge im Vergleich zu 2014 gab es dagegen – mit rund vier Prozent – im Hofmobiliendepot (Möbel Museum Wien) sowie in den ebenfalls von der SKB verwalteten Schlössern Hof und Niederweiden. 177.000 Besucher in den Marchfeldschlössern bedeuteten ein Minus von fünf Prozent, für das unter anderem die heißen Sommermonate verantwortlich gemacht werden

2015 wirtschaftlich erfolgreich

Wirtschaftlich sei das Jahr jedenfalls erfolgreich verlaufen, hieß es. Der Gesamtumsatz der SKB lag 2015 nach ersten Berechnungen bei 48 Millionen Euro. Davon stammten mehr als 50 Prozent aus Ticketverkäufen, je rund ein Viertel aus Shopeinnahmen sowie aus Vermietungen und Verpachtungen.

Hoch waren auch die Ausgaben: Rund neun Millionen Euro investierte die SKB laut eigenen Angaben in Restaurier- und Erhaltungsarbeiten sowie in das Schaffen neuer Angebote. Im Zentrum standen dabei neben der Neugestaltung des Hofburg-Eingangsbereichs die Restaurierung der Chinesischen Kabinette oder auch die Errichtung von Erlebnispfaden in Schloss Hof, die heuer in Betrieb genommen werden.

Bauprojekte für das Jahr 2016

Auch 2016 sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Unter anderem wird in Schönbrunn die Fassade der 1775 errichteten Gloriette von Ende Februar bis Mai generalsaniert. Auch das Vorfeld des Schlosses in der Schönbrunner Schlossstraße wird umgestaltet. Die Verkehrssituation werde verbessert und der Zugang erleichtert, wird versprochen.

Das kommende Jahr steht aber auch im Zeichen des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916. Dazu wird von 16. März bis 27. November an vier Standorten eine Sonderausstellung zum Habsburger-Regenten gezeigt, die sich – so heißt es – durchaus kritisch mit der Person des Monarchen auseinandersetzen wird.

(apa/red)

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