Wiener Polizei präsentierte ihren Kalender 2016: Eine Koffergeschichte

Das Kalenderblatt des Monats April aus dem "Wiener Polizeikalender 2016"
Das Kalenderblatt des Monats April aus dem "Wiener Polizeikalender 2016" - © APA/MATTHÄUS HÄUPL
Protagonist des Wiener Polizeikalenders 2016 ist ein Koffer: In dem am Donnerstag von der Exekutive in der Bundeshauptstadt präsentierten Kalender erzählt ein Gepäckstück in Ich-Form über zwölf Monate hinweg seine Abenteuer mit der Wiener Exekutive.

Deren Arbeit lernt der Koffer gemeinsam mit seinem Besitzer in allen Facetten. Beschrieben wird in dem Kalender die Reise eines – vorerst – mysteriösen “Herrn P.” samt seines braunen Koffers nach Wien. Und dabei erleben die beiden allerhand – beinahe unmögliche Zufälle.

Koffer wird gestohlen – und in Donau versenkt

Der alte Koffer wird etwa gestohlen und ist ganz außer sich: “So, das hat der P. jetzt davon! Jetzt ist’s passiert! Ich wurde ihm gestohlen! Weil er ja nie eine Ruhe geben kann! Sauerei! Schandtat! Schurkerei! Sünde! Sakrileg! Und andere Wörter mit ‘S’!”

Doch damit nicht genug, der von Herrn P. geliebte Koffer wird von Kriminellen sogar in der Donau versenkt und erst in letzter Sekunde von Polizisten des See- und Stromdienstes geborgen. Seine Rettung kommentiert das Gepäckstück, gesprochen von Gerhard Hofbauer, durchaus zickig: “Also ich hab ja nix gegen etwas wildromantisches Donau-Flair, aber so wie der Polizist auf dem Boot da mit seinem Stecken mit mir herumhantiert – das find ich etwas zu persönlich. Soll mich wenigstens zuerst auf einen Kaffee einladen oder mit warmen Decken meine Wasserschäden abrubbeln.”

“Handlung” im Kalender der Wiener Polizei

Das zwischenzeitliche Resümee des Koffers: “Hätte ich doch nur was G’scheites gelernt.” Nun sind die Spezialisten des Landeskriminalamts auf den Fall angesetzt. Der Koffer gerät zum Beweisstück, kommt in das forensische Labor der Spurenermittler. Das Gepäck wird auf Leder und Riemen untersucht.

Immer wieder ist auf den zwölf Fotos auch Herr P. zu sehen, jedoch nie sein Gesicht, immer nur Trenchcoat und Hut. Durchgehend bunt abgebildet sind Polizisten, Koffer und Herr P., während der Rest der jeweiligen Szenerie oft schwarz-weiß bleibt.

Polizei-Ermittlungen mit Happy End

Die Ermittlungen der Polizei führen letztlich zum Happy End. Alles geht gut aus, die Bösen werden von der WEGA festgenommen und der Koffer besucht gemeinsam mit dem mittlerweile als Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl enttarnten “Herrn P” den Christkindlmarkt. Zur Feier des Tages spielt den beiden die Polizeimusik Wien ein Ständchen.

“Der mittlerweile traditionelle Kalender der Wiener Polizei bietet der Bevölkerung eine ideale Möglichkeit, die Vielfältigkeit der Polizeiarbeit kennenzulernen und ein Stück Polizei mit nach Hause zu nehmen”, sagte der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl bei der Präsentation. Gesehen wurden am Abend unter anderem auch Polizeivize Karl Mahrer, Komponist Christian Kolonovits, ebenso Abteilungsleiter im Bundeskriminalamt Ernst Geiger oder Rainer Gottwald, Chef der Wiener Rettung.

Erhältlich ist der Polizeikalender 2016 in ausgewählten Trafiken oder hier.

(apa/red)

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