Wiener ÖVP hat 50 Pläne: Zweite Hauptbücherei und Start-up-Hausboote

ÖVP-Wien-Chef Manfred Juraczka sprach über die 50 Projekte der ÖVP
ÖVP-Wien-Chef Manfred Juraczka sprach über die 50 Projekte der ÖVP - © APA
Mit Blick auf die Landtagswahl präsentierte die Wiener ÖVP 50 – teils nicht mehr allzu taufrische – Stadtplanungsideen zusammengetragen, um Bürger mittels Broschüre darüber zu informieren. Darunter sind u.a. diverse U-Bahn-Ausbauten, der Bau einer zweiten Hauptbücherei jenseits der Donau oder Donaukanal-Hausboote für die Start-up-Szene.

Für jeden Bezirk ist auch ein “Leuchtturmprojekt” reserviert. “Wir wollen Diskussionen über Themen und kein Hacklwerfen”, umriss Parteichef Manfred Juraczka bei der Präsentation des Heftchens am Donnerstag das schwarze Wahlkampf-Credo.

Juraczka: “Niveau ist keine Sonnencreme”

Auch die Mitbewerber bei der Wien-Wahl sollten bedenken: “Niveau ist keine Sonnencreme.” Was die Gestaltungsvorschläge anbelangt, seien manche schon jetzt realisierbar, andere seien durchaus langfristige Visionen.

Bezirksübergreifend stehen vier Großprojekte auf der ÖVP-Wunschliste. Juraczka bekräftigte die Forderung nach einer Teiluntertunnelung der Westausfahrt bei der Kennedybrücke sowie die Verlängerung der U-Bahn bis an den Stadtrand oder gar ins niederösterreichische Umland. Außerdem brauche es ein – wie schon von der Wirtschaftskammer gefordert – neues Gewerbeflächenmanagement für den produzierenden Sektor. Dienstleistung allein sei zu wenig: “Wir werden die Krise nicht in den Griff bekommen, wenn wir uns alle gegenseitig die Haare schneiden.” Schließlich denkt Juraczka an einen Forschungscluster in Aspern – etwa durch die Ansiedelung einer Hochschule nahe der bestehenden Einrichtung Aspern Smart City Research.

50 Projekte der ÖVP: Hausptbücherei II und Co.

Für kleinteiligere Vorhaben ließ man der Kreativität ebenfalls freien Lauf. Drei Vertreter aus den Bezirken durften heute ihre “Leuchtturmprojekte” vorstellen. Cafe-Landtmann-Chef Berndt Querfeld, als Nummer eins in der Donaustadt gesetzt, forderte für den 22. Bezirk eine Art zweite Hauptbibliothek. Dafür könnte die alte U1-Remise beim Donauzentrum weichen und das neue Haus als Bücherei mit Leselounge, Arbeitsplätzen für Hobby-Literaten und integrierter Mehrzweckhalle für Kulturveranstaltungen genutzt werden.

Pläne für den Donaukanal

Sabine Schwarz aus dem Bezirk Landstraße wiederum träumt von der Aufwertung des Donaukanals ab Höhe Kunsthaus Richtung Prater. Dort könnten Flanierwege gebaut, ein Bepflanzungskonzept mit der Uni für Bodenkultur umgesetzt und Wassertaxis installiert werden. Hausboote für Start-ups oder eine stehende Welle für Surfer wären ebenfalls eine feine Sache, meinte sie. Christine Schlosser aus dem 7. Bezirk schwebt indes ein “Generationenwohnpark” auf dem Areal des Sophienspitals, das demnächst absiedelt, vor. Die Pavillons sollten für günstigen Wohnraum, Kinderbetreuungseinrichtungen und ein Gewerbezentrum mit Schwerpunkt Design genutzt werden.

(apa/red)

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