Wiener ÖVP benennt sich um in “Sonstige”

Wiener ÖVP benennt sich um in “Sonstige”
© Christian Passin (CC BY-ND 2.0)
Gastbeitrag der Gebrüder Moped: Lange haben wir nichts gehört von der ÖVP Wien. Es war eine fröhliche Zeit, aber jetzt ist schluss mit Fasching.

Die Fastenzeit ist da und der designierte neue Parteiobmann Gernot Blümel lässt mit Reformwillen aufhorchen: neustrukturieren und sparen. Und sparen – das hat die Wiener ÖVP im Herbst bewiesen – kann diese Partei: Zumindest bei den Wählerstimmen. Nach intensiver Analyse der letzten Wahl, will man in einem ersten Schritt nun die Partei aus geschickten wahltaktischen Gründen in “Sonstige” umbenennen. Die neue Bescheidenheit ehrt die ehemaligen “Bunten Vögel”, denn immerhin konnte doch auch beim letzten, schier aussichtslosen Urnengang ein solider Platz unter den Top 10 errungen werden.

Mehr Minderheitenrechte für Schwarze

Gleich das nächste Vorhaben: Eine “Mitgliederbefragung”, um darauf mit “Reformdialogen in den Bezirken” voll durchzustarten. Nur böse Zungen behaupten, dass die dafür notwendigen zwei Fragebögen bereits versendet wurden. Wir verurteilen solche üblen Scherze aufs schärfste – schließlich leben wir in einer Demokratie. Und Demokratie gewährt den Schwächsten Schutz. Minderheitenrechte. Das gilt auch für die ÖVP Wien. Selbst, wenn es gerade Blümels Partei ist, die in Abstimmungen immer wieder dagegen hält.

Auch der Apparat wird verschlankt. Einem Drittel der MitarbeiterInnen muss gekündigt werden und freiwerdende Parteilokale anderen Nutzungen zugeführt. Zum Beispiel als Lager für die verhaltensoriginellen Ladenhüter, die sich bei Reinhold Lopatkas Einkaufstouren im Diskontmarkt des “Team” Stronach angesammelt haben.

Panik in der Bevölkerung

Bürgernähe wird bewiesen durch einen neuen, dynamischen Slogan: “Raus aus den Parteilokalen, hin zu den Menschen.” Lungert Ex-Obmann Manfred Juraczka jetzt also auch noch am Praterstern herum? Bitte Vorsicht, wenn Sie diese Frohnatur mit dem markanten Merkel-Mund an einer Straßenecke sehen. Spenden Sie ihm nichts. Er müsste sich sonst selbst bei der Polizei anzeigen, um das von ihm geforderte Bettelverbot konsequent umzusetzen.

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