Wiener MAK: Kunstrückgabebeirat sprach sich für Retournierung dreier Werke aus

Das Museum für angewandte Kunst soll drei Porzellanobjekte retournieren.
Das Museum für angewandte Kunst soll drei Porzellanobjekte retournieren. - © APA
Das Museum für angewandte Kunst soll laut Kunstrückgabebeirat drei Porzellanobjekte an die rechtmäßigen Erben retournieren. Es handelt sich dabei um zwei Porzellanwerke aus der Sammlung Ferdinand Bloch-Bauer und eine Altwiener Porzellangruppe aus der Sammlung Alice Stein.

Die Stücke aus der Bloch-Bauer-Sammlung wurden vom MAK nach der Entziehung unter den Nazis 1949 auf dem Tauschweg im Zusammenhang mit Verfahren nach dem Ausfuhrverbotsgesetz erworben. Die erhaltene Gegenleistung wäre im Falle einer Rückgabe zurückzuerstatten.

Die Schenkung von Alice Stein an das MAK vor ihrer Flucht 1938 soll ebenfalls zurückgegeben werden, da Schenkungen von verfolgten Personen als nichtige Rechtsgeschäfte zu qualifizieren seien, so der Kunstrückgabebeirat.

Eine Rückgabe von Asiatika aus der Sammlung Wilhelm Kimbel wurde allerdings nicht empfohlen.

(apa/red)

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