Wiener Kammersängerin Christiane Sorell ist 84-jährig verstorben

Die gebürtige Wienerin starb am Samstag (30. Mai) im Alter von 84 Jahren
Die gebürtige Wienerin starb am Samstag (30. Mai) im Alter von 84 Jahren - © APA
Christiane Sorell, gebürtige Wienerin und österreichische Kammersängerin, verstarb am Samstag, den 30. Mai, im Alter von 84 Jahren in Wien, wie die Wiener Volksoper am Montag, den 1. Juni, mitteilte. 1955 von Direktor Franz Salmhofer an das Haus am Gürtel engagiert, blieb Sorell diesem bis zu ihrer Pensionierung 1988 künstlerisch verbunden und wurde 1989 zum Ehrenmitglied ernannt.

Geboren am 13. Jänner 1931 in Wien, studierte Christiane Sorell neben dem Gymnasium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien Geige. Eine Konzerttournee führte die Violinistin durch die USA und brachte auch ihr Gesangstalent zum Vorschein. Ein Gesangsstudium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und das Volksopern-Engagement als Soloelevin 1955 folgten.

Kammersängerin Sorell 84-jährig verstorben

Bald schon entwickelte sich Sorell zur ersten jugendlich-dramatischen Sopranistin der Volksoper und wurde in sämtlichen großen Partien ihres Fachs besetzt, etwa als Amalia 1963 in der Österreichischen Erstaufführung von Verdis “Die Räuber”, als Margarethe 1969 in der Wiener Erstaufführung von Berlioz’ “Fausts Verdammung” und als Marei 1970 in der Uraufführung von Franz Salmhofers “Dreikönig”. 1966 mit dem Titel “Kammersängerin” geehrt, war sie zudem u.a. als Gilda in Verdis “Rigoletto”, Pamina in Mozarts “Die Zauberflöte”, Agathe in Webers “Der Freischütz” und als Hansi Gruber in der Robert-Stolz-Operette “Die Frühjahrsparade” zu sehen.

Touren bis nach Übersee

Mit Oratorien und dem großen klassischen Repertoire tourte Sorell durch Europa sowie nach Übersee. Der Volksoper blieb sie auch nach einem Fachwechsel “weiterhin ein wertvolles Mitglied”, so das Haus in einer Aussendung. So trat sie bis zu ihrer Pensionierung im August 1988 etwa als Königin in Weinbergers “Schwanda, der Dudelsackpfeifer” sowie als Mutter in Humperdincks “Hänsel und Gretel” auf.

(APA/Red.)

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