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Wiener Helden: Polizist und Polizistin retten Mann nach Herzstillstand das Leben

Die Polizisten handelten richtig - sie leisteten Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Rettung Die Polizisten handelten richtig - sie leisteten Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Rettung - © BB (Symbolbild)
In Wien wurden am Donnerstag zwei Polizisten geehrt, die einem Mann das Leben gerettet hatten. Dieser hatte in einem Lokal einen Herzstillstand erlitten. Zunächst leistete ihm niemand Erste Hilfe - dann kamen die rettenden Beamten.

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Innenministerin Mikl-Leitner ehrte eine Polizistin und einen Polizisten für die Lebensrettung nach dem Herzstillstand. "Die beiden Polizisten haben durch ihr schnelles Eingreifen und durch Anwendung der Erste Hilfe Maßnahmen ein Leben gerettet. Das verdient höchste Anerkennung", sagte Mikl-Leitner im Rahmen der Ehrung der Wiener Polizisten Marianne Pfeisinger und Daniel Plank.

Erste Hilfe zunächst verabsäumt

Die Beamtin und der Beamte waren am 21. Dezember 2011, gegen 19:40 Uhr mit ihrem Funkwagen an einem Lokal in Wien-Margareten vorbeigefahren, vor dem sich eine Menschentraube angesammelt hatte. Die Polizisten blieben stehen und fragten nach, was passiert sei. Sie bahnten sich einen Weg durch die Menschenmenge in das Lokal und fanden einen 56-jährigen Mann am Boden liegend vor.

Er hatte über Atemnot geklagt und war bewusstlos zu Boden gestürzt. Der Mann zeigte keinerlei Lebenszeichen mehr und zeigte Anzeichen von einem Herzstillstand. Die umstehenden Lokalgäste hatten keine Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen.

Polizisten handelten rasch und richtig

Während Daniel Plank mit der Herzmassage begann, drängte Marianne Pfeisinger die Schaulustigen aus dem Lokal und verständigte den Notarzt. Nach etwa zwei Minuten setzten bei dem Erkrankten wieder erste Anzeichen der Atmung ein.

Daniel Plank gelang es, den Mann am Leben zu erhalten, bis der Notarzt mit einem Defibrillator das Herz des Patienten endgültig wieder in Gang setzte. Plank und Pfeisinger assistierten der Rettungsmannschaft noch bis zum Abtransport des Mannes - fachgerecht, wie ein behandelnder Arzt des Allgemeinen Krankenhauses später betonte.

Herzstillstand oft tödlich - Herzmassage hilft

Innenministerin Mikl-Leitner dankte den beiden Beamten für ihr Engagement. Bei der Ehrung war auch Nicole Vorauer vom AKH anwesend, eine Vertreterin der Initiative "Leben retten". Proponenten der Initiative setzen sich dafür ein, dass Wissen über Erste-Hilfe-Maßnahmen besser bekannt wird.

Jährlich erleiden allein in Wien 3.500 Menschen einen Herzstillstand - aus verschiedenen Gründen; Herzinfarkt ist die häufigste Ursache. Nur 25 von ihnen überleben. "Diese Zahl ließe sich exponentiell steigern, wenn jemand der Menschen im Umfeld der Erkrankten Herzmassage betriebe, und zwar im Takt des Radetzkymarsches", betonte Vorauer.

Polizisten erhalten Erste-Hilfe-Auffrischungen

Polizisten absolvieren in ihrer Grundausbildung 24 Unterrichtseinheiten Erste Hilfe. Alle drei Jahre müssen sie ihr Erste-Hilfe-Wissen in vier Unterrichtseinheiten auffrischen. Jährlich retten bundesweit etwa 20 Polizistinnen und Polizisten Menschen das Leben - unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Hinzu kommen Lebensrettungen wie jene von Pfeisinger und Plank, bei denen die Beamten nicht selbst in Gefahr sind - etwa nach Verkehrsunfällen und bei sonstigen Hilfeleistungen.



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