Wiener FPÖ sucht via Online-Plattform anonyme “Whistleblower”

Gudenus sprach über die "Notwendigkeit" der Informanten-Plattform
Gudenus sprach über die "Notwendigkeit" der Informanten-Plattform - © APA (Sujet)
“Hören – sehen – sagen”: Einem Medienbericht zufolge hat die FPÖ Wien jüngst eine “Whistleblower”-Plattform online gestellt, die sich offenbar an Bedienstete der Stadt Wien richtet. Dazu ergeht die Aufforderung der Partei, auf diesem Wege Unstimmigkeiten, von denen man weiß, anonymisiert zu melden.

Unter dem Motto “Hören – sehen – sagen” hat die Stadt-FPÖ, wie das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet,  eine gleichnamige Online-Plattform eingerichtet, mit der Missstände gemeldet werden können. “Helfen Sie mit bei der Aufklärung schwerer Straftaten
im Bereich der Wirtschaftskriminalität und Korruption!” lautet der Appell, der auf der Website zu lesen ist.

FPÖ fordert Whistleblower auf, Missstände zu melden

Potentielle Informanten sollen nach Wunsch der Partei auf diesem Wege Missstände, wie Mobbing, aber auch “Geldvernichtung, Maulkorberlässe, Repressalien, Knebelverträge, Ungereimtheiten, Geldverschwendung” melden können, wobei ihre Anonymität gewahrt bleibt. “Werden Sie unser Whistleblower! Helfen Sie mit, Wien wieder gerechter zu machen!” so die FPÖ-Aufforderung. Damit wolle man aktiv werden und “gegen die Ungerechtigkeiten der Wiener Stadtregierung vorgehen”.

Gudenus über die “Notwendigkeit” der Online-Plattform

Laut dem “profil”-Bericht begründet FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus die “Notwendigkeit einer solchen Plattform” damit, dass “sich immer mehr Menschen bei mir melden, um über Missstände in Behörden und Magistratsabteilungen zu berichten. Viele haben jedoch Angst vor einem persönlichen Gespräch. Daher bieten wir nun diese Möglichkeit der vollkommen anonymen Meldung.”

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