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Wiener Ehren für Markus Hinterhäuser und Alexander Horwath

Markus Hinterhäuser, Veronica Kaup-Hasler und Alexander Horwath
Markus Hinterhäuser, Veronica Kaup-Hasler und Alexander Horwath ©APA
Seit Donnerstag können sich Alexander Horwath, Ex-Direktor des Filmmuseums, und Markus Hinterhäuser, Ex-Festwochen- und nunmehriger Salzburger Festspielintendant, über hohe Wiener Ehren freuen. Horwath ist nun Träger des Goldenen Ehrenzeichens, während Hinterhäuser das Goldene Verdienstzeichen von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) entgegennahm - eine Premiere für die Neopolitikerin.

Schließlich war es die erste Ehrung, die Kaup-Hasler in neuer Funktion vornehmen musste. Sie begann obligatorisch mit der Verlesung der langen Liste an Ehrengäste, war zur Verleihung doch ein guter Teil der aktuellen und einstigen Prominenz des heimischen Kulturlebens erschienen. Nach dem ersten Dutzend brach Kaup-Hasler diese Begrüßung dann ab: “Darf ich jetzt damit aufhören? Es ist einfach zu lang!”

Sie selbst wisse ja um die Ambivalenz öffentlicher Ehrungen, sei man als Kunstschaffender doch gewohnt kritisch gegenüber der Obrigkeit eingestellt. Zugleich gebe es den anderen Aspekt: “Hier dankt das Volk. Es danken die Wienerinnen und Wiener.” Und dies sei bei den beiden Ausgezeichneten mehr als verdient: “Euch beiden ist gemein, dass Ihr das Publikum begleitet, aber nicht bevormundet.”

Die Laudatio auf Hinterhäuser hielt der ehemalige Kulturminister Rudolf Scholten (SPÖ), der sich zunächst über das Bild der beiden einträchtig vor seinem Pult sitzenden Preisträger in spe amüsierte: “Es schaut fast aus wie eine eingetragene Partnerschaft.” Hernach setzte er zu einer humorvoll-poetischen Eloge auf den Salzburger Festspielchef an: “Markus Hinterhäuser ist uneitel, nett und unkompliziert – sagen Menschen über ihn, die ihn nicht kennen. Nett ist er schon.”

“Markus Hinterhäuser baut seine Programme wie ein wundersames Gebäude”, metaphorisierte Scholten die Arbeit des Festspielleiters. Kleineren Säulen würde er das Gefühl geben, das statische Zentrum zu sein, großen gebe er Leichtigkeit. Für den 60-Jährigen sei das Neue eine Selbstverständlichkeit, wobei er der Typ eines Intendanten sei, der die Künstler von seinen Plänen überzeugen könne. “Von ihm über den Tisch gezogen zu werden, bleibt als verführerische Rutschpartie in Erinnerung”, so Scholten: “Nachgeben kennt er eigentlich gar nicht. Er lässt nur dem anderen auch die Möglichkeit zu gewinnen.”

Den Filmmenschen Horwath würdigte indes Filmkritiker Bert Rebhandl, der an den jungen Alexander erinnerte, der in Meidling mit den beiden Hausgöttern Gregory Peck und Jane Fonda aufgewachsen sei und später seinen Glauben an die Kraft des Films dazu genutzt habe, das Filmmuseum nach vorne zu bringen: “Das Österreichische Filmmuseum ist zu einer Institution von Weltrang geworden.” Dass der 54-Jährige im Vorjahr aus freien Stücken nach 15 Jahren seinen Abschied genommen habe, ohne bis dato eine neue Stellung angetreten zu haben, dürfe nicht als Pension missverstanden werden: “Wir wissen alle, dass es keinerlei Ruhestand für Alexander Horwath gibt. Produktive Unruhe ist sein geistiger Normalzustand.”

(APA)

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