Wiener Bäder sparen Wasser und Energie

Ein Mitarbeiter des Wiener Laaerbergbad hantiert an der Filteranlage
Ein Mitarbeiter des Wiener Laaerbergbad hantiert an der Filteranlage - © APA
Stroms mittels Sonnenkollektoren, Energie-Contracting und Grobfilter: Wiens Bäder konnten die Kosten für den Energieverbrauch dank moderner Energietechnik deutlich senken.

Das Wiener Laaerbergbad feiert am 7. August sein 50-jähriges Bestehen, unter anderen mit Toni Polster. Jährlich lockt die Anlage rund 170.000 Badegäste in die Nähe des Verteilerkreisels. Dabei blickt nur die Außenhülle des Bades auf eine halbes Jahrhundert zurück, wie Stadtrat Christian Oxonitsch (S) und der stellvertretende Bäderchef Hubert Teubenbacher bei einer Begehung am Freitag versicherten. Hinter den Kulissen verberge sich modernste Energietechnik.

So ist das Laaerbergbad eine von zehn städtischen Anlagen, die mittels Energie-Contracting mit einem privaten Partner – einer PPP-Variante – die Kosten für den Energieverbrauch senken konnten. Seit 2006 konnte man so allein im Laaerbergbad seit dem Jahr 2006 die Energiekosten um 300.000 Euro reduzieren. So generiert man bereits einen guten Teil des Stroms mittels Sonnenkollektoren.

Ungeachtet dessen ist der Stromverbrauch einer Freibadanlage beachtlich und entspreche in etwa dem eines Straßenzugs mit 20 Einfamilienhäusern, schätzte Teubenbacher im APA-Gespräch. Schließlich müssen die Gäste des Laaerbergbades trotz Einsparungen nicht auf Unterhaltung verzichten. Die Favoritener Badeanstalt besitzt eines von nur drei Wellenbädern der städtischen Betriebe und einen von zwei 10-Meter-Türmen.

Aber nicht nur beim Strom, sondern auch beim Wasser wird gespart. So durchläuft jeder Liter viermal den Kreislauf im Bad, bevor er bei der Bewässerung der Grünanlagen entsorgt wird. Dabei passiert das Wasser Grobfilter, wird mit Flockungsmitteln versehen und schließlich in Quarzkieskörnern feingesiebt. Erneut erwärmt, mit Chlorgas versetzt und nach der Regulierung des PH-Werts kehrt das Wasser dann wieder in die Becken zurück.

Gut 950.000 Badegäste dürfte man im gesamten Juli in allen 17 städtischen Bädern erreichen, prognostiziert Bädersprecher Martin Kotinsky. Sollte nun auch noch das Wetter am Wochenende entsprechend werden, könnte man so trotz des schlechten Junis das Vorjahr egalisieren.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen