Wien zelebriert den Tag des Baumes

Tag des Baumes: Wien sichert Grüne Lungen für die nächsten Generationen
Tag des Baumes: Wien sichert Grüne Lungen für die nächsten Generationen - © Andreas Urban
Am Montag ist internationaler Tag des Baumes – zu diesem Anlass erinnert die Stadt Wien an den hohen Stellenwert, den Bäume haben: Sei es beim Schutz des Wienerwaldes, des Nationalparks Lobau, der vielen Naturdenkmäler oder in den Parks, Gärten, Kleingärten und im Straßenraum.

Der Grünflächenanteil der Stadt Wien beträgt rund die Hälfte des gesamten Stadtgebietes. In Wien trat im Jahr 1974 eines der zwei wichtigen Instrumente zum Schutz der Bäume in Kraft: Das Wiener Baumschutzgesetz, das für alle Bäume mit einem Stammumfang ab 40 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe, gilt. Zusätzlich gibt es zum Schutz für Bäume Schutzgebiete nach dem Wiener Naturschutzgesetz und für ganz besondere Exemplare die 440 so genannten Naturdenkmäler.

Tag des Baumes in Wien: Mozart, Hyperion & Methuselah

Ein solches Naturdenkmal ist beispielsweise die sogenannte Mozart-Platane am Rennweg. Er erhielt seinen Namen, da Wolfgang Amadeus Mozart in diesem Grätzel im Haus des Botanikers Nikolaus Joseph von Jacquin Klavierunterricht gab. Die Platane wächst dort bereits seit geschätzten 230 Jahren, hat einen Stammumfang von rund sechs Metern und ist ca. 20 Meter hoch. Eine stattliche Höhe – wenn auch im internationalen Spitzenvergleich doch wieder eher bescheiden. Als höchster Baum der Welt gilt der “Hyperion”, ein Küstenmammutbaum im Redwood-Nationalpark in Kalifornien – mit einer Wuchshöhe von 115,5 Metern. Und auch altersmäßig gibt es noch ganz andere Kaliber: Als ältester namentlich bekannter und noch lebender Baum der Welt gilt der 4723 Jahre alte “Methuselah” in den USA: Er steht im Inyo National Forest der White Mountains zwischen Nevada und dem Death Valley.

Bäume mildern die Folgen des Klimawandels

Bäume übernehmen in der Stadt wichtige Funktionen, wie etwa eine Verbesserung der Luftqualität, sie spenden Schatten, mildern Temperaturextreme und erhöhen die relative Luftfeuchte. Das sind wichtige Eigenschaften im Hinblick auf die Folgen des globalen Klimawandels: Denn durch die steigenden Durchschnittstemperaturen werden die so genannten Urbanen Hitze Inseln (UHI) noch weiter aufgeheizt. Wie Untersuchungen zeigten, kann der Temperaturunterschied zwischen innerstädtischen Bereichen und dem Umland bis zu zwölf Grad betragen.

Baum-Vorsorge für die Zukunft

Für die Zukunft gilt es, trotz der “wachsenden” Stadt mit steigenden Bevölkerungszahlen den Grünraum und auch den Baumbestand qualitativ sicherzustellen. Dafür wird auch durch neue Grünflächen und Baumpflanzungen Vorsorge getroffen. Gezielte Baumpflanzungen gibt es etwa in Donaustadt im 1000 Hektar großen Norbert Scheed-Wald oder im Bereich des 240 Hektar umfassenden Erholungsgebietes “Neue Lobau”. Dazu kommt eine ganze Reihe von neuen Parks.

Österreichs “Baum des Jahres”: Die Eiche

Am 25. April, dem “Tag des Baumes” kann übrigens auch der Baum des Jahres Thema sein. In Deutschland ist dies heuer die Winterlinde. In Österreich hingegen die Eiche, ein Baum der für die Biodiversität eine sehr hohe Bedeutung hat: Schließlich sind in Mitteleuropa rund 300 bis 500 Tierarten bekannt, die ausschließlich oder sehr stark von dieser Baumart abhängig sind. Eichen kann man in Wien vor allem im Wienerwald genießen. Ein weiteres wunderschönes Beispiel ist aber auch der Eichenhain beim Zentralfriedhof, der aus 50 Stieleichen besteht, die teils mehr als 350 Jahre alt sind. Auch dieser Hain ist ein Naturdenkmal, er kann gleich in der Nähe des Urnengangs beim Krematorium besucht werden.

 

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