Wien will Stadtflucht reduzieren

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Viele Wiener wünschen sich ein Haus im Grünen – und finden dies häufig in den teuren Umlandgemeinden. Die Stadt Wien will nun diese „Stadtflucht“ reduzieren.

Zu diesem Zweck wurden unter dem Motto „Neue Siedlerbewegung“ Bauträgerwettbewerbe für Projekte mit Grünraum oder Gärten initiiert.

Laut Statistik verlassen pro Jahr rund 5.000 Wiener – meist Familien – ihr Bundesland und ziehen vorwiegend in den so genannten Speckgürtel, der sich rund um die Stadt erstreckt. Die Tendenz sei jedoch abnehmend, hieß es: Laut Faymann sind es immer weniger Leute, die es ins Umland ziehen.

Eine wichtige Maßnahme zur Verringerung des Abwanderungs-Trends ist demnach die Förderung von Einzel- oder Reihenhäusern sowie Kleingarten-Wohnungen. Pro Jahr sind es rund 1.000 Projekte, die hier in den Genuss spezieller Zuwendungen kommen – wobei auch auch private „Häuslbauer“ zum Zug kommen.

Von Seiten der Stadt, konkret vom Wiener Wohnfonds, wurden zuletzt auch Grundstücke angekauft, um sowohl Reihenhausprojekte als auch andere große Grünraumprojekte zu verwirklichen. Bei vier Bauträgerwettbewerben wurden zudem Bauvorhaben in 12 Gebieten zur Umsetzung empfohlen. Teurer als andere geförderte Wohnung soll den Mietern das Objekt im Grünen nicht kommen, betonte Faymann.

In Frage kommen vor allem Gebiete im 22. Bezirk, aber auch der 10., 21. und 23. Bezirk verfügt noch über ausreichend große Flächen. Was es nicht geben wird, so betonte Bürgermeister Michael Häupl (S), ist eine „Verhüttelung“ des Wienerwaldes. Auch die Weingärten der Stadt dürfen demnach weiterhin nicht angetastet werden.

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