Wien warnt vor illegalen Abfallsammlern

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Illegalie Abfallsammler sorgen für Probleme.
Illegalie Abfallsammler sorgen für Probleme. - © pixabay.com/geralt
Die Stadt Wien warnt nun illegalen Abfallsammlern, die es auf Wertstoffe wie Kupfer, Elektroschrott oder auch Sperrmüll abgesehen haben. Denn diese schaffen jährlich nicht nur rund 16.000 Tonnen Müll ins Ausland, sondern verursachen auch hohen wirtschaftlichen Schaden.

Laut Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft) warten die Abfallsammler mit Kastenwägen vor allem in den Außenbezirken wie Favoriten, Inzersdorf, Stadlau oder Ottakring auf Bürger, die ihren Sperrmüll oder andere nicht mehr benötigte Sachen am Mistplatz entsorgen wollen. Mittlerweile werden auch vermehrt “Infoblätter” an Haushalte verteilt, in denen die Sammler ihr Kommen ankündigen, um bestimmte Gegenstände abzuholen. Oft werde dabei an das gute Herz appelliert – etwa dahingehend, dass die Dinge im Ausland noch weiter verwendet werden könnten, hieß es.

Müllsammler haben es auf Wertvolle Stoffe abgesehen

Besonders interessiert sind die “Kleinmaschinenbrigaden” an Wertstoffen wie Alu, Kupfermüll, Alufelgen, Metallen, aber auch Sperrmüll oder Elektroschrott. Denn diese besitzen einen erheblichen Wert: So enthält beispielsweise eine Tonne alter Mobiltelefone mehr Gold als eine Tonne Golderz. Eine Waschmaschine besteht u.a. zu rund 60 Prozent aus Eisen, elf Prozent aus Kunststoff, fünf Prozent Glas und drei Prozent Nichteisenmetallen (Kupfer, Aluminium, etc.). Ein E-Herd beinhaltet sogar 83 Prozent Eisen. Dabei handelt es sich um wertvolle Metalle, die recycelt werden können.

Mitgenommen wird von den Sammlern daher nicht alles, sondern nur ein Teil – nämlich der wertvolle. Der Rest wird weggeworfen, was zu einer Verunreinigung des öffentlichen Raums bis hin zu gefährlichen Umweltverschmutzungen führen kann, warnt die MA 48.

16.000 Tonnen Müll aus Wien ins Ausland gebracht

In Wien werden rund 16.000 Tonnen Müll pro Jahr von illegalen Abfallsammlern ins Ausland gebracht, errechnete die MA 48 – österreichweit geht man von 80.000 Tonnen aus. In Geldwert umgemünzt liegt der Schaden österreichweit bei rund zehn Millionen Euro. Dabei ist dieser Abfallexport illegal. Das österreichische Abfallwirtschaftsgesetz schreibt nämlich vor, dass Abfälle ausschließlich an befugte Sammler oder Abfallbehandler übergeben werden dürfen.

Die MA 48 appelliert daher, den Sperrmüll tatsächlich zum Mistplatz zu bringen und nicht illegalen Sammlern zu übergeben. Sollte jemand ein Flugblatt einer “Kleinmaschinenbrigade” erhalten, so bittet die MA 48 um Benachrichtigung via Misttelefon. Die Nummer lautet 01/546-48.

(APA/Red)

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