Wien-Wahl: SPÖ-Kandidatenliste fixiert

Wenig übberraschend als Spitzenkandidat gesetzt: BM Michael Häupl
Wenig übberraschend als Spitzenkandidat gesetzt: BM Michael Häupl - © APA
Erwartungsgemäß fungiert der amtierende Bürgermeister Michael Häupl wieder als Spitzenkandidat. Auch sonst setzen die Sozialdemokraten auf ein bewährtes Team.

Die Wiener SPÖ hat am Montag ihre Kandidatenliste für die Wien-Wahl fixiert. Die mit absoluter Mehrheit regierenden Stadt-Roten setzen auf bekannte Namen. Als Spitzenkandidat geht erwartungsgemäß der Parteichef, Bürgermeister Michael Häupl, ins Rennen. Die Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl findet am 10. Oktober statt.

Das Durchschnittsalter der roten Anwärter beträgt 40,6 Jahre. Wobei auch der Jugend Platz eingeräumt wurde. Jüngste Kandidatin ist die erst 18-jährige Tamara Punz auf Platz 276. Große Chancen für einen Einzug ins Stadtparlament hat laut SPÖ Junggewerkschafter Christoph Peschek (26). Insgesamt kandidieren auf der Landeswahlliste und den Wahlkreislisten 403 Personen. Knapp mehr als die Hälfte davon, nämlich 202, sind Frauen. Wobei die Geschlechter gleich verteilt sind: Die Landesliste wurde nach dem sogenannten Reißverschlussprinzip erstellt.

Änderungen auf den vordersten Plätzen

Dabei hat sich auf den vordersten Plätzen durchaus einiges geändert. Die inzwischen ausgeschiedenen Stadträte Grete Laska und Sepp Rieder scheinen nicht mehr auf. Auch der Listenfünfte aus dem Jahr 2005, Werner Faymann, hat die Kommunalpolitik inzwischen bekanntlich verlassen.

Die Listen sowie das Wahlprogramm, das Ende der Woche öffentlich gemacht wird, wurden am Montag von den Gremien der Wiener SPÖ beschlossen – einstimmig, wie Bürgermeister Häupl bei der Präsentation am Nachmittag berichtete. Die Sozialdemokraten setzen jedenfalls weiterhin auf Kontinuität. Jenes Team, das derzeit die Arbeit mache, stehe zur Wahl, erklärte Häupl. Wie die Funktionen künftig verteilt werden, ist offen. Nach der Wahl stehe alles zur Disposition, “auch ich”, betonte der Bürgermeister.

Kein Mobilisierungsproblem?

Dass die gestrige Bundespräsidentenwahl – also vor allem die geringe Wahlbeteiligung – ein Hinweis auf ein Mobilisierungsproblem der SPÖ sein könnte, glaubt Häupl nicht. Die niedrige Beteiligung habe diesmal “Namen und Adresse”, nämlich die ÖVP.

Dass die FPÖ relativ schlecht abgeschnitten hat, hat laut Häupl nicht nur mit der Kandidatin Barbara Rosenkranz zu tun: “Für dieses Wahlergebnis trägt Heinz-Christian Strache absolut die Verantwortung.” Denn der Parteichef sei mindestens so häufig auf den Plakaten zu sehen gewesen wie Rosenkranz. Strache sei in diesem Zusammenhang der “Loser”.

Im Folgenden die ersten 15 Listenplätze, wobei ganz oben auf der Landesliste Mitglieder der Stadtregierung zu finden sind:

  1. Michael Häupl
  2. Renate Brauner
  3. Michael Ludwig
  4. Sonja Wehsely
  5. Christian Oxonitsch
  6. Sandra Frauenberger
  7. Rudolf Schicker
  8. Ulli Sima
  9. Andreas Mailath-Pokorny
  10. Marianne Klicka
  11. Harry Kopietz
  12. Katharina Schinner
  13. Christian Deutsch
  14. Nicole Krotsch
  15. Siegi Lindenmayr
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