Wien von S&P heruntergestuft

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Der Rundumschlag geht weiter. Diesmal waren Wien, Tirol und Oberösterreich dran
Der Rundumschlag geht weiter. Diesmal waren Wien, Tirol und Oberösterreich dran - © LANGSDON
Der Rating-Amoklauf von Standard & Poor’s (S&P) geht weiter. Nach Gesamtösterreich verlieren jetzt Wien, Tirol und  Oberösterreich ihr Triple-A.

Die US-Ratingagentur Standard Standard & Poor’s hat am Mittwoch – wie bereits nach der Herabstufung der Republik Österreich angekündigt – auch die Ratings von sechs Bundesländern verschlechtert. Während Tirol, Oberösterreich und Wien ihr bisheriges Triple-A-Rating verloren, wurde der Ausblick für die bereits schlechter bewerteten Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Steiermark auf negativ gestellt. Das bedeutet, dass eine 30-prozentige Chance für eine Herabstufung in den kommenden Monaten.

Gudenus schimpft drauf los

Nur Minuten nach der Bekanntgabe des Downgradings erreichte uns bereits die erste freiheitliche Schimpftirade. FPÖ-Klubobann Johann Gudenus: “Rekord-Arbeitslosigkeit und trotz Rekord-Gebührenwucher Rekord-Schulden – das ist das traurige Bild, das sich den Prüfern von Standard & Poor’s bot. “Und das ist nicht etwa passiert, das haben die Sozialisten herbeigeführt”, ärgert sich Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus.”

S&P sieht das indes anders: “Die Herabstufungen reflektieren unsere Methodologie, die wir auf lokale und regionale Regierungen anwenden”, erläuterte S&P am Mittwoch in einer Mitteilung. Demnach werde das Rating generell nach oben hin mit dem Rating des Souveräns begrenzt. Nur in ganz speziellen Ausnahmefällen könnte es besser sein. Diese Kriterien seien aber nicht gegeben, so S&P.

Pühringer sieht ‘keinen Handlungsbedarf’

Keine Handlungsbedarf sieht der Landeshauptmann des beinahe schuldenfreien Oberösterreich, Josef Pühringer. Denn: “Denn wenn ein ganzes Haus abgewertet wird, könne nicht ein Stockwerk ausgenommen werden.” Jetzt sei abzuwarten, was der Bund zur Budgetkonsolidierung unternehme. Die Länder würden die Maßnahmen mittragen, sofern sie nicht schon verwirklicht worden seien, kündigte Pühringer an.

Alle genanten Bundesländer haben jetzt ein AA+ -Rating, das jenem der Republik entspricht. S&P begründet das Downgrading explizit mit der am 13. Jänner erfolgten Herabstufung von Österreich.

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