Wien ist Eldorado für Fahrraddiebe

Jedes dritte Rad wird in Wien gestohlen
Jedes dritte Rad wird in Wien gestohlen - © bilderbox.at
9.753 Fahrräder sind in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres gestohlen worden, um fünf Prozent mehr als im Jahr davor, berichtete der VCÖ am Freitag in einer Aussendung. Fehlende Ständer würden den Dieben das Handwerk erleichtern, so der Verkehrsclub. Jedes dritte Rad wird in Wien gestohlen.

Generell ist das Diebstahlrisiko in den großen Städten am größten. Die wenigsten Drahtesel wurden im Burgenland entwendet. Unverändert niedrig ist die Aufklärungsrate. Laut VCÖ wird nur jeder 27. Diebstahl geklärt. In Wien und der Steiermark ist die Chance, ein gestohlenes Fahrrad wieder zu bekommen, besonders gering: Nur 2,7 bzw. 2,8 Prozent der Diebstähle werden geklärt. Die höchste Aufklärungsquote gibt es im Burgenland (7,8 Prozent) und Vorarlberg (6,8 Prozent).

Der VCÖ empfiehlt, das Rad immer mit einem Schloss an einen festen Gegenstand anzuhängen. Das Problem dabei sei, “dass es in vielen Gemeinden und Städten viel zu wenig Fahrrad-Abstellanlagen gibt. Auch in vielen Wohnanlagen fehlen oft sichere Abstellmöglichkeiten. Das erleichtert den Dieben ihr Handwerk”, sagte Sprecher Christian Gratzer. Bei den Schlössern empfiehlt der Club ein stahlgehärtetes Bügelschloss. Sicherheitsschrauben helfen gegen den Diebstahl von Sattel und Vorderrädern. Sogenannte “Schnellspanner”, die bei Mountainbikes und Rennrädern beliebt sind, sind für Alltags-Fahrräder ungeeignet. Aufgrund der niedrigen Aufklärungsrate empfiehlt der VCÖ den Abschluss einer Fahrraddiebstahlversicherung.

Fahrraddiebstähle nach Bundesländern (in Klammer Veränderung zum 1. Halbjahr 2008):

Wien:               3.344 (plus 13,8 Prozent)
Steiermark:         1.517 (plus 16,7 Prozent)
Niederösterreich:   1.183 (minus 4,6 Prozent)
Oberösterreich:     1.010 (minus 5,5 Prozent)
Tirol:                715 (minus 25,0 Prozent)
Salzburg.             787 (minus 5,7 Prozent)
Kärnten:              508 (minus 1,2 Prozent)
Vorarlberg:           599 (plus 14,7 Prozent)
Burgenland:            90 (plus 24,4 Prozent)

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