Wie viel fernsehen tut meinem Kind gut?

Kinder und Fernsehkonsum.
Kinder und Fernsehkonsum. - © pixabay.com
Mit dem Fernsehen verhält es sich wie mit dem Konsum von anderen Dingen: Allzuviel ist ungesund. Letztendlich sollten Eltern auf ihr Bauchgefühl hören um zu entscheiden, wieviel Fernsehen Ihrem Kind guttut. Sollte Ihr Kind unter Alpträumen durch das Fernsehen leiden, dann war es entschieden zu viel.

Wenn Sie sich an den Richtwerten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung orientieren möchten, können Sie folgenden Empfehlungen folgen:
Demnach sollten Kinder im Alter bis zu 2 Jahren überhaupt nicht fernsehen. Zwischen dem 3. und dem 5. Lebensjahr dürfen die Kleinen maximal 30 Minuten am Tag fernsehen. Zwischen dem 6. und dem 9. Lebensjahr darf die Zeit vor dem TV-Gerät etwa 60 Minuten betragen, zwischen 10 und 13 Jahren nicht mehr als 90 Minuten.

Kinder und der Fernsehkonsum

Schauen Sie mit kleinen Kindern zusammen einen kurzen Film an, der seinem Alter und seiner geistigen Entwicklung angemessen ist. Kleine Kinder können Sie noch gut mit guten, ausgewählten Filmen erfreuen. Wichtig ist, dass Sie ihr Kind beobachten und darauf reagieren, wenn Filme unverständlich oder zu aufregend wirken.
Und natürlich sollte Ihr Kind seinen natürlichen Bewegungsdrang an der frischen Luft ausleben und zwar täglich. Freunde besuchen, gemeines Spielen, Lesen und Vorlesen, Singen und Basteln dürfen keinesfalls nicht zu kurz kommen. Und abends vor dem Schlafengehen sollte eine kleine Geschichte, vorgelesen oder erzählt, nicht fehlen.
Das dürfen ruhig auch mal Gedichte sein, so lernt Ihr Kind ein gutes Sprachverständnis zu entwickeln.

Ab dem Schulalter kann die Fernsehzeit zwar etwas länger sein, keinesfalls darf darunter aber das Lernen oder die sportliche Betätigung der Kids leiden. Das Fernsehen aber auch das Internet sowie andere Medien sind heute nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Spätestens jetzt sollten Kinder mit Hilfe ihrer Eltern und der Schule eine gewisse Medienkompetenz entwickeln. Selbstverständlich haben die Eltern stets ein Auge darauf, ob der Fernsehkonsum des Nachwuchses im Rahmen bleibt. Auch die inhaltliche Qualität und die Altersempfehlung der Filme sollten geprüft werden.

Fernsehen ersetzt “das echte Leben” nicht und ist stets nur ein Ersatz dafür. Doch wenn Sie dafür Sorge tragen, dass Ihr Kind allen genannten Aktivitäten mit Vergnügen nachgehen kann, dann ist gegen den Fernsehspaß in Maßen nichts einzuwenden.

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