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Wie bei "Erin Brockovich": Alternativ-Nobelpreis thematisiert Chemieverseuchung von Wasser

Der Umweltanwalt Robert Billot erhält den Alternativen Nobelpreis 2017.
Der Umweltanwalt Robert Billot erhält den Alternativen Nobelpreis 2017. ©Handout/Taft
Die Alternativen Nobelpreise 2017 stehen im Zeichen der globalen Gefährdung von Trinkwasser durch Chemikalien sowie der Bürgerrechte in verschiedenen Ländern. Zu einem der Preisträger lasen sich Vergleiche zu "Erin Brockovich" ziehen.

Die Preise gehen an den US-Umweltanwalt Robert Bilott, die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova, die äthiopische Menschenrechtsaktivistin Yetnebersh Nigussie und den indischen Höchstgerichtsanwalt Colin Gonsalves.

Wie “Erin Brockovich”

Bilott erhält den undotierten, aber nicht minder renommierten Ehrenpreis. Das Preisgeld von drei Millionen Euro (314.603,91 Euro) teilen sich die übrigen Preisträger. Robert Bilott vertrat in einem zwei Jahrzehnte lang andauernden Rechtsstreit 70.000 Menschen im US-Bundesstaat Virginia gegen den Chemiekonzern DuPont.

Das Trinkwasser in der Region war jahrzehntelang mit Perfluoroctansäure (PFOA) aus der Deponie einer Teflonfabrik in Parkersburg (West Virginia) und aus dem Ohio River verseucht. DuPont hatte die damals bereits bekannten Auswirkungen von PFOA auf die Gesundheit lange Zeit unter den Tisch gekehrt. PFOA führt unter anderem zu Leberschäden und kann Krebs verursachen.

Der Fall erinnert stark an den Film “Erin Brockowich”, in dem eine von Julia Roberts gespielte Rechtanwaltsgehilfin die Trinkwasserversuechung durch einen kalifornischen Energieversorger stoppt. Der Film basiert ebenfalls auf einer wahren Begebenheit.

(APA/red)

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