Wetter: August 2015 viertwärmster Monat der Messgeschichte

Auch die Besucher des Frequency Festivals schwitzten.
Auch die Besucher des Frequency Festivals schwitzten. - © APA
Nachdem der Juli 2015 nun als der wärmste der Messgeschichte gilt, hat sich der August in einer vorläufigen Bilanz der ZAMG zum viertwärmsten Monat der Messgeschichte entwickelt. Die Temperatur lag 2,8 Grad Celsius über dem vieljährigen österreichischen Mittel. Damit geht die Serie der überdurchschnittlich warmen Monaten nun seit genau einem Jahr.

Zwei Hitzewellen prägten demnach das Temperaturbild in Österreich. “Wien und St. Pölten erlebten Anfang August neun Tage hintereinander mit mindestens 35 Grad Celsius. Das ist noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Rekordzahl an derart heißen Tagen bisher für einen gesamten Sommer in Wien bei fünf und in St. Pölten bei acht Tagen lag”, sagte Klimatologe Alexander Orlik über die erste Hitzewelle. Die höchste Temperatur wurde mit 38,2 Grad am 12. August in Wolkersdorf in Niederösterreich gemessen.

Trockener und heißer August 2015

Wärmer war es nur im August 1807 (plus 3,5 Grad), 1992 (plus 3,3) und 2003 (plus 3,2). Ebenso ergab die Bilanz den trockensten August seit 1991, denn österreichweit gesehen gab es 35 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel, das die Klimaperiode 1981 bis 2010 umfasst. Trockener war es zuletzt im August 1991 mit einem Minus beim Niederschlag von 40 Prozent.

Die Regionen die im Verhältnis zu den jeweils durchschnittlichen Regenmengen am wenigsten Niederschlag bekamen, waren diesmal das westliche Mühlviertel, das Innviertel und das Semmering-Wechselgebiet. Dort wurden um 75 bis 83 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel registriert. Im restlichen Oberösterreich, im westlichen und südlichen Niederösterreich, in der Obersteiermark und im Südburgenland lag das Minus bei 50 bis 75 Prozent.

Wetter: Viel Sonnenschein, wenig Blitze

Der Sonnenschein war hingegen um 20 Prozent über dem Mittel. Die größten Abweichungen gab es mit 30 bis 48 Prozent in einem schmalen Streifen vom Pinzgau bis zum Semmering.

Ungewöhnlich gering war die Anzahl der Gewitter. “Das ist der zweitschwächste August in der seit 1992 bestehenden Blitzmessreihe und 65 Prozent unter dem vieljährigen Mittel”, sagte Gerhard Diendorfer, Leiter des österreichischen Blitzortungssystems ALDIS, “wir registrierten heuer 13.386 Wolke-Erde-Blitze. Weniger waren es nur im August 2005. Zum Vergleich: Den August-Rekord hält 2008 mit 71.535 Blitzen.”

(apa/red)

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